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Der Segen kommt per Video-Botschaft

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Von: Petra Schafflik

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7 Sternsinger
Die Sternsinger der Dachauer Pfarrei Sankt Peter bringen den Segen auch per Video ins Haus. © Petra Schafflik

Es ist Sternsingerzeit. Doch in Coronatagen ist auch hier alles ein wenig anders.

Dachau – „Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus“: Dieser Segensspruch, den die Sternsinger traditionell an Heilig Dreikönig zu den Menschen bringen, kommt heuer auf unterschiedlichste Weise zu den Bürgern im Landkreis. Vorgaben oder eine einheitliche Regelung gibt es nicht. So hat jeder Pfarrverband und oft jede Pfarrei ihr eigenes Angebot entwickelt.

In bewährter Weise marschieren in Feldgeding vier Kinder als Sternträger mit den drei Königen aus dem Morgenland durch den Ort. Aufgesucht werden Familien, die sich für den Besuch der Sternsinger angemeldet haben, erzählt Simone Kleer, die gemeinsam mit zwei anderen Müttern die Gruppe organisiert. Nachdem im vorigen Jahr der Segen bei den 300 Feldgedinger Haushalten nur eingeworfen wurde, soll heuer die Tradition wieder gelebt werden. Natürlich mit der gebotenen Rücksicht auf die Pandemie. „Wir testen die Kinder in der Früh, sie singen kein Lied, halten Abstand und dürfen auch keine Süßigkeiten annehmen.“ Eine Box wird vor der Tür abgestellt, damit Spenden mit Abstand übergeben werden können. 40 Adressen wird die Gruppe abmarschieren, so viele Anmeldungen sind bei den Organisatorinnen eingegangen. „Die Kinder freuen sich und die Leute auch“, erzählt Kleer. Dabei gibt es im Pfarrverband Bergkirchen-Schwabhausen unterschiedliche Varianten, wie die Menschen zu ihrem Segen kommen. Die Gläubigen können sich den Weihrauch schon seit Jahresbeginn in der Kirche abholen.

Ohne Anmeldung kommen die Sternsinger in Palsweis, Priel, Deutenhausen, Eisolzried, Kreuzholzhausen und Puchschlagen vorbei, werfen Segensspruch und Weihrauch in den Briefkasten, wo niemand angetroffen wird. In anderen Ortschaften im Pfarrverband wiederum war eine Anmeldung erforderlich.

Ohne den persönlichen Besuch der Sternsinger müssen heuer erneut die Menschen in Petershausen auskommen. Ursprünglich sollten wieder Gruppen zu den Häusern gehen, doch aufgrund der aktuellen Entwicklung hat Pfarrer Peter Dietz entschieden, die Sternsinger-Aktion wie im vorigen Jahr erneut auf Postwurf umzustellen. Kinder und Jugendliche werden als Sternsinger gekleidet durch Petershausen, Kollbach, Obermarbach und Asbach gehen und dabei Spendentüten sowie Segensaufkleber in die Briefkästen einwerfen.

Auf eine Verbindung aus Tradition und Moderne setzt der Pfarrverband Heilig Kreuz – Sankt Peter in Dachau. Dort hat sich heuer zwar keine Sternsingergruppe gebildet, im Gebiet von Sankt Peter aber sind die Kinder unterwegs. Und damit der Segen in jedes Haus kommt, haben die Sternsinger von Sankt Peter auch ein Video aufgenommen und auf Youtube ins Netz gestellt. In dieser Filmbotschaft appellieren sie auch an die Spendenbereitschaft. Denn traditionell bringen die Sternsinger nicht nur den Segen in die Häuser, sondern sammeln immer auch Spenden für das Kindermissionswerk, das mit unterschiedlichen Projekten Mädchen und Buben in aller Welt unterstützt.

Auch die Sternsinger im Landkreis sind Teil dieser weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder und werben heuer unter dem Leitspruch „Gesund werden, gesund bleiben“ um Gaben für die Gesundheitsversorgung von Kindern in aller Welt.

PETRA SCHAFFLIK

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