Gymnasium Indersdorf
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An den Gymnasien des Landkreises (Bild: Indersdorf) sind die Schülerzahlen konstant hoch.

Kreisräte sprechen über aktuelle Situation an kommunalen Schulen

Landkreis Dachau lobt sich selbst: „Die Schulpolitik klappt“

  • Thomas Zimmerly
    vonThomas Zimmerly
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Bei der Vorstellung der Schulentwicklungsplanung für den Landkreis Dachau in der jüngsten Sitzung des Schul- und Kreisausschusses gab es zahlreiche Informationen aus dem laufenden Schuljahr über Schülerzahlen und die Schulen, für die der Kreis Verantwortung trägt.

Landkreis – Der Landkreis ist Schulsachaufwandsträger für die weiterführenden Schulen (Realschulen, Gymnasien, Fachoberschulen) sowie die staatliche Berufsschule Dachau, die beiden sonderpädagogischen Förderzentren Greta-Fischer-Schule in Dachau sowie die Elisabeth-Bamberger-Schule, die derzeit in einem Containerbau in Hebertshausen untergebracht ist. Der Schulexperte des Landratsamts Albert Herbst stellte den Entwicklungsplan vor, den Landrat Stefan Löwl mit den Worten „Die kommunale Schulpolitik klappt – zu 99 Prozent – perfekt“, kommentierte.

Löwl machte seine Aussage während der Vorstellung der Schülerzahlen bei den Realschulen (Dachau, Odelzhausen, Indersdorf, Weichs). Diese sind nämlich seit Jahren sehr konstant. Derzeit besuchen 2631 Schüler diese vier Einrichtungen (Vorjahr 2635). 3567 Schüler gehen auf eines der drei Landkreisgymnasien in Dachau (Ignaz-Taschner und Josef Effner) sowie Indersdorf. Dort gab es nach dem Rückgang (minus 30 Schüler) im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg (plus 6). Auch bei den Fachoberschulen Indersdorf und Karlsfeld sind die Zahlen steigend. Waren es im vergangenen Jahr 459 Schüler, so sind es momentan 482.

Ein wenig Sorgen bereitet Herbst die Entwicklung bei der Berufsschule. Hier sank die Zahl der Schüler gegenüber dem Vorjahr um 39 auf nur noch 1471. Herbst ist sich nicht sicher, „ob der Rückgang coronabedingt ist oder ob gewisse Veränderungen in der Berufswelt dahinter stecken“.

Probleme machen die beiden sonderpädagogischen Förderzentren – in Bezug auf den Zustand der Gebäude bzw. den Standort an sich. Was die Greta-Fischer-Schule angeht, ist die früher angedachte Verlagerung derzeit kein aktuelles Thema. Geplant sei, so Herbst, das Gebäude 2, das energetisch in schlechtem Zustand ist, irgendwann zu ersetzen.

Was die Elisabeth-Bamberger-Schule betrifft, hat der Gemeinderat Hebertshausen gerade beschlossen, dass sie zwei weitere Jahre im dortigen Containerbau bleiben darf (wir berichteten). Bürgermeister Richard Reischl warf dem Landratsamt in der Sitzung allerdings vor, bei der Suche nach einem endgültigen Standort zu zögerlich zu agieren. In der Ausschusssitzung gestern stellte Marianne Klaffki (SPD), die auch einen Sitz im Hebertshauser Gemeinderat hat, klar, dass nun mit aller Macht „vorangearbeitet werden muss, um eine Perspektive für die Schüler und Lehrer zu haben“. Die Elisabeth-Bamberger-Schule brauche eine „endgültige Heimat“, so Klaffki.

Eine dauerhafte Lösung strebt auch das Landratsamt an. Ziel sei es, so Herbst, „diese wertvolle Schule zu erhalten“. Landrat Löwl wies auf die Standortfrage hin. Diesbezüglich sei er „optimistisch, dass wir was finden“. Indes: Es müsse „das Richtige“ sein.

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