Unter Hochspannung könnten in Zukunft einige Sportstätten des TSV 1865 Dachau stehen. Daher wollen einige Stadträte die 110-kV-Leitung unter die Erde verlegen. foto: hab

Diskussion um Hochspannungsleitung in Dachau-Ost

CSU stellt Fragenkatalog

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Seit Monaten kann sich der Stadtrat nicht einigen, wie er mit der 110kV-Hochspannungsleitung an der Theodor-Heuss-Straße umgehen soll.

Dachau – Zwar gibt es einen gültigen Stadtratsbeschluss, der besagt, die massive Leitung unter die Erde zu verlegen.

Das Problem: Diese Maßnahme würde Millionen kosten und das Projekt der Teilaussiedlung des TSV 1865 Dachau auf ein Grundstück östlich der Theodor-Heuss- Straße um Jahre verzögern. Oberbürgermeister Florian Hartmann hatte daher zuletzt dafür geworben, den Stadtratsbeschluss zurückzunehmen. Auf der anderen Seite hatte die CSU-Fraktion argumentiert, das Kabel zu verlegen – im Zuge der ohnehin geplanten TSV-Großbaustelle sei die Gelegenheit doch günstig.

Angesichts dieser gegensätzlichen Ansichten war das Thema Anfang Mai – einmal mehr – vom Bauausschuss vertagt worden. Die CSU will die ferienbedingte Sitzungspause nun nutzen, um dem OB und der Stadtverwaltung zu dem Thema weitere Fragen zu stellen. Diese mögen, so Fraktionsvorsitzender Florian Schiller, schriftlich und nach Möglichkeit öffentlich beantwortet werden.

Konkret wollen die Dachauer Christsozialen wissen, wann und in welchem Umfang der Leitungsbetreiber zuletzt Instandhaltungsmaßnahmen vorgenommen hat und welche Abstimmungen es hierüber mit der Stadt gab. Außerdem will die CSU wissen, ob der Leitungsbetreiber von den geltenden Stadtratsbeschlüssen weiß.

Hintergrund der Anfrage ist, dass das zuständige Amt im Rathaus den Stadträten erklärt hatte, dass eine Kostenbeteiligung des Stromkonzerns an der Erdverkabelung ausscheide, da die Leitung erst vor kurzem ertüchtigt worden sei. Die Stadträte dagegen würden den Leitungsbetreiber an den Kosten für die Maßnahme beteiligen. Die massive Leitung ist laut CSU die letzte Freileitung im Stadtgebiet. 


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