Es hapert am Brandschutz und an der Barrierefreiheit: Daher muss das Gasthaus Drei Rosen, im Bild der Schützensaal, umgebaut werden. Hier soll im zweiten Bauabschnitt der Wintergarten errichtet werden. Foto: hab
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Es hapert am Brandschutz und an der Barrierefreiheit: Daher muss das Gasthaus Drei Rosen, im Bild der Schützensaal, umgebaut werden. Hier soll im zweiten Bauabschnitt der Wintergarten errichtet werden.

Drei Rosen: Großer Umbau in zwei Schritten

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
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Das Gasthaus Drei Rosen muss dringend brandschutzsaniert sowie barrierefrei ausgebaut werden. Im Finanzausschuss fanden die Stadträte nun eine Lösung, die bezahlbar ist, die kurzfristig die schlimmsten baulichen Probleme beseitigt und langfristig Raum lässt für weitere Baumaßnahmen.

Dachau – Schon seit vergangenem Frühjahr steht fest, dass es im Gasthaus Drei Rosen sowohl am Brandschutz als auch an der Barrierefreiheit hapert (wir berichteten). Architektin Heidi Lewald wurde daher beauftragt, sich Gedanken zu machen, wie sich beide Mängel an dem Gebäude, das der Stadt gehört, beseitigen ließen. Das Ergebnis dieser Überlegungen stellte Lewald nun im Haupt- und Finanzausschuss vor. Demnach gibt es zwei Möglichkeiten: eine kleinere, vergleichsweise kostengünstige Variante; oder eine größere, aber teurere Variante.

Die kleine Variante sieht Lewald zufolge den Anbau eines im Freien gelegenen Hublifts an das Gebäude vor. Von dort könnten bewegungseingeschränkte Menschen den Schützensaal erreichen sowie die dortige behindertengerechte Toilette benutzen. Wo bewegungseingeschränkte Menschen jedoch nicht barrierefrei hinkommen, sind der Schießstand im Keller und die Gaststätte. Seniorenreferentin Elisabeth Zimmermann (CSU) hielt diese Variante denn auch für unbefriedigend: „Es muss für alle möglich sein, alleine zurande zu kommen. Alles andere ist nur eine Notlösung.“

Die Stadträte einigten sich daher auf die zweite Lösung. Die sieht nun vor, dass die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen kombiniert werden mit dem Bau eines zentral gelegenen Lifts, über den alle Gebäudeteile – Schützenstand im Keller, Gaststätte und Schützensaal im Hochparterre – sowie eine behindertengerechte Toilette barrierefrei erschlossen werden können. Die Kosten hierfür bezifferte Lewald auf 420 000 Euro.

Was die Architektin außerdem vorschlug, die Stadträte aber aus Kostengründen erst einmal verschoben, war der Bau eines Wintergartens mit einer Rampe, über die der Gastraum von der Südseite erreicht werden könnte. Diese zweigeschossige Stahl-Glas-Konstruktion würde den Gastraum erweitern und könnte Lewald zufolge auch als Raucherbereich und im Sommer als Terrasse mit zusätzlichen Sitzplätzen genutzt werden. Da die Kosten für diese Maßnahmen jedoch auf 330 000 Euro geschätzt werden, soll diese „weitergehenden Maßnahmen der Barrierefreiheit“, wie Oberbürgermeister Florian Hartmann es formulierte, nun zwar in einem ersten Bauabschnitt noch nicht realisiert, aber in das Gesamtprojekt als zweiter Bauabschnitt miteingeplant werden. Somit würden die Anforderungen an Barrierefreiheit und der Brandschutz erfüllt, und der Wintergarten könne dann folgen, „wenn die Finanzierung sichergestellt ist“. Die Stadträte waren einstimmig Hartmanns Meinung.

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