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Ein Fest für die Corona-Helden: Sie haben an unzähligen Wochenenden Dienst geschoben

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Von: Nikola Obermeier

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„Der Arbeitsaufwand zu Hoch-Coronazeiten war immens“: Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Dachau.
„Der Arbeitsaufwand zu Hoch-Coronazeiten war immens“: Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Dachau. © Habschied

Sie haben an unzähligen Wochenenden Dienst geschoben, Überstunden angehäuft, in ihrer Freizeit gearbeitet, Solidarität und Engagement gezeigt – und so dazu beigetragen, dass die Corona-Pandemie bewältigt wurde. Mit einem Fest dankte der Landkreis nun den haupt- und ehrenamtlichen Helfern.

Singen, tanzen, ratschen

Karlsfeld – „Wir spüren heute, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird, wir spüren die Dankbarkeit!“ Die Arzthelferinne der Praxos Dr. Schade und Kotny in Dachau saßen an einem Tisch zusammen, sangen und tanzten – sie genossen den Abend. Genau wie rund 1000 weiteren haupt- und ehrenamtliche Helfer aus den Impf- und Testzentren, dem Gesundheitsamt und CTT, dem Krankenhaus, den Katastrophenschutzeinheiten sowie – stellvertretend für viele Tausend andere – Vertreter von Schulen, von Kitas, Gemeinden und anderen Behörden. Der Landkreis hatte sie eingeladen zu der Danke-Party im Festzelt am Karlsfelder See. „Corona-Held“ und „Corona-Heldin“ stand auf den Silikon-Armbändern, die alle Feiernden am Mittwochabend trugen. Für die richtige Stimmung im Festzelt, das bereits für den Start des Karlsfelder Siedler- und Seefest stand, sorgte Ois Easy.

Ois Easy, mittendrin Landrat Stefan Löwl, und im Hintergrund die jubelnden Gäste, die den Abend sichtlich genossen.	foto: sina Török
Ois Easy, mittendrin Landrat Stefan Löwl, und im Hintergrund die jubelnden Gäste, die den Abend sichtlich genossen. © Sina Török/Landratsamt

Landrat: Große Wertschätzung

Zu Beginn der Veranstaltung sprach Landrat Stefan Löwl allen Anwesenden seine große Wertschätzung aus: „Es würde den ganzen Abend dauern, allen persönlich zu danken. So viele haben in den vergangenen zwei Jahren so viel geleistet. Und ich weiß, sie werden es auch weiterhin tun.“ Mit der Leitung des Gesundheitsamtes Dachau Dr. Monika Baumgartner-Schneider und Versorgungsarzt Dr. Christian Günzel nannte Löwl dann unter großem Beifall aber doch zwei Namen, die sich ganz besonders hervorgetan haben und über jegliche Arbeitszeit hinaus immer weitergearbeitet haben.

„Wir spüren die Dankbarkeit und Wertschätzung!“: Arzthelferinnen der Praxis Schade/Kothny.
„Wir spüren die Dankbarkeit und Wertschätzung!“: Arzthelferinnen der Praxis Schade/Kothny. © Habschied

Christian Günzel ging im Laufe des Abends mit einem Masskrug durch die Gänge, wurde von allen Seiten begrüßt. „Als große koordinierende Figur kenne ich heute Abend natürlich viele“, sagte er. Er sei sehr dankbar dafür, dass man jetzt so zusammenkommen könne. „Das war wir geschafft haben, war großartig, jetzt feiern wir!“

Immer wieder zusammengearbeitet

Sven Langer und Marco Illmann vom THW Dachau freuten sich auch über diese Art eines Danke-Abends: „Wir sehen viele bekannte Gesichter und viele Leute, mit denen wir in den vergangenen zwei Jahren immer wieder zusammengearbeitet haben“, so Langer. Beispielsweise beim Aufbau des Drive-In-Impfzentrums.

„Es ist schön, dass man in so einem Rahmen zusammenkommt, da kann man auch mal ratschen mit Kollegen, die man sonst nur im Einsatz sieht“, findet Georg Burgmaier, Kommandant der Feuerwehr Schwabhausen.

Es ist schön, in so einem Rahmen zusammenzukommen!“: Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Schwabhausen.
Es ist schön, in so einem Rahmen zusammenzukommen!“: Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Schwabhausen. © Habschied

Auch Neslihan Bektas findet es schön, alle Kollegen zu sehen. „Wir freuen uns, aber wir wissen, dass wir noch nicht fertig sind und dass Corona noch nicht durch ist“, sagt die Leiterin des Johanniter-Impfzentrums.

Die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums sind ebendso der Meinung, dass Corona „wahrscheinlich nie weg sein wird, deswegen ist die Befürchtung da, das uns das Ganze im Herbst wieder einholt“. Aber unabhängig davon freuten sie sich über den Abend: „Das Leben beginnt wieder, die anderen feiern genau so, warum sollen wir also nicht feiern?“

Die Idee für ein „Danke schön“ entstand bereits im vergangenen Jahr, wie Sina Török, pressesprecherin des Landratsamtes mitteilte. „Wohlwissend, dass die Pandemie immer noch nicht vorbei ist, war die Feier nun aber trotzdem eine schöne und wichtige Gelegenheit, sich als Landkreis und im Namen aller Landkreisbürger bei den Corona-Helden zu bedanken, die während der Pandemie so viel geleistet haben“. Passenderweise wurde für den Abend die Partyband „Ois Easy“ verpflichtet – die selbst in der Pandemie immer wieder mit Solidaritätsaufrufen und -projekten aktiv wurde.

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