Schulbus Kinder
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In Corona-Zeiten birgt auch der Schülertransport einige Herausforderungen. Der Landkreis Dachau setzt nun einen weiteren Bus ein und reagiert damit auf die Befürchtungen vieler Eltern.

Um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten

Landkreis Dachau: Ein Kleinbus mehr für den Schülertransport

Pünktlich zum Schulstart beginnen auch die Schwierigkeiten um den Schulbusbetrieb – und in diesem Jahr kommen die Corona-Regeln und damit das Tragen einer Maske dazu. Um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, sollen nun Verstärkerbusse eingesetzt werden.

Landkreis – Die Schule hat begonnen und mit ihr auch einige Komplikationen: vollgestopfte Schulbusse, eng aneinander gedrängte Kinder. Angesichts der fortdauernden Corona-Pandemie eine Herausforderung. Die besorgten Stimmen der Eltern werden immer lauter. Das Landratsamt hat nun darauf reagiert und einen weiteren Schulbus zur Unterstützung organisiert. Auf der Strecke Bergkirchen-Indersdorf-Weichs verstärkt nun ein Fahrzeug den Schülertransport.

Darüber hinaus würden auch die Kapazitäten der Schulbusse der Linien 785, 728 und 729 auf den Strecken Petershausen-Weichs-Indersdorf derzeit nicht ausreichen, wie Pressesprecher Wolfgang Reichelt mitteilte. Daher habe sich die Kreisverwaltung dazu entschieden, auch für diese Buslinien Verstärkerbusse anzufordern. Bisher allerdings ohne Erfolg. Für die Schulbuslinie 3 konnte hingegen bereits ein Kleinbus mit 17 Plätzen zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Dieser fährt einmal in der Früh und einmal um die Mittagszeit.

Für Axel Noack, Gemeinderat der Grünen in Indersdorf, sind die Maßnahmen allerdings nur „ein Tropfen auf dem heißen Stein“. Denn der Mangel an Kapazitäten für Schulbusse sei auch schon vor Corona ein Thema gewesen. „Es wird einfach viel zu wenig getan“, echauffiert sich der Grünen-Politiker. Sein Kollege Hubertus Schulz hatte im August eine Anfrage zum Thema Schülerbeförderung in Corona-Zeiten an das Landratsamt gestellt (wir berichteten). Dabei hatte er unter anderem auch die Einführung von Verstärkerbussen angesprochen. Für die Linien 785, 728 und 729 konnte bisher allerdings noch keine Verstärkung gefunden werden, so das Landratsamt. Erste Rückmeldungen der Busunternehmen hätten zwar tageweise freie Kapazitäten, aber nicht durchgängig von Montag bis Freitag. So sei in der kommenden Woche beispielsweise ein Reisebus schon am Dienstag, in der Folgewoche dann am Mittwoch und Donnerstag gebucht.

Aus epidemiologischer Sicht ist laut Landratsamtssprecher Reichelt eine Nutzung der Busse unbedenklich. „Laut der Erfahrungen aus anderen Bundesländern – wo inzwischen ja bereits die Schule wieder länger begonnen hat – gibt es kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.“ Daher gelte gemäß den aktuellen Corona-Regelunge eine Maskenpflicht in Bussen. Die Rückmeldungen der Verkehrsunternehmen sowie von Eltern und Schülern habe ergeben, dass diese auch diszipliniert eingehalten werde. Verena Möckl

Viele Anrufe beim Schulamt: Eltern wollen Kinder von Maskenpflicht befreien 

Abgesehen von den Problemen beim Schulbusbetrieb sei der Start ins neue Schuljahr reibungslos verlaufen, wie das Schulamt auf der Sitzung der Koordinierungsgruppe Pandemie bekannt gab. Laut Pressesprecher Wolfgang Reichelt sei zu beobachten, dass die im ÖPNV und Klassenzimmer geltende Maskenpflicht für die Schüler äußerst diszipliniert eingehalten werde. Da das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dennoch als belastend empfunden wird, stellt sich bei vielen Eltern die drängende Frage, wie sie ihre Kinder von der Maskenpflicht befreien können. Dies sei allerdings nur mit einem ärztlichen Attest möglich, erklärt Reichelt. Dazu würden ausnahmslos alle medizinischen Experten der Koordinierungsgruppe jedoch keinen Spielraum sehen: „Wer aus medizinischen Gründen generell keine Maske tragen kann, sollte auch jede Art von Menschenansammlung, aber auch Fahrten im ÖPNV vermeiden“, warnt Wolfgang Reichelt.

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