Pläne für Erweiterung

Ein neues Rathaus am Max-Mannheimer-Platz

Oberbürgermeister Florian Hartmann und Kämmerer Thomas Ernst haben gestern ihren Haushaltsentwurf für 2018 vorgestellt. Eher in einem Nebensatz verriet der OB dabei, wo der Erweiterungsbau des Rathauses entstehen soll.

Dachau– Das Dachauer Rathaus in der Altstadt platzt aus allen Nähten. Seit Jahren prüfen Verwaltung und Politik verschiedene Möglichkeiten, wie man der Raumnot Herr werden könnte, welche Abteilung wohin ausgelagert werden könnte. Auch die Außenstellen des Landratsamtes sind längst zu klein: Bei Neueinstellungen gibt es Schwierigkeiten, die Mitarbeiter unterzubringen, Büros werden enger belegt, Abteilungen getrennt. Diese Probleme könnten bald der Vergangenheit angehören.

Bei der Vorstellung des städtischen Haushaltsentwurfs referierte Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) gestern auch über die anstehenden Bauprojekte der nächsten Jahre. Eines dieser Projekte sei das neue Rathaus, für das man bis zum Jahr 2021 insgesamt rund 13 Millionen Euro bereitstelle und für das es auch schon ein passendes Grundstück gebe: eine Fläche am neuen Max-Mannheimer-Platz.

Man habe zuletzt mehrere mögliche Standorte geprüft, dieses Grundstück nahe dem Moorbad-Gelände habe sich als „Favorit“ erwiesen. Das ebenfalls diskutierte Grundstück am Karlsberg 1, das die Stadt im Jahr 2013 gekauft hatte, habe sich wegen seiner Hanglage als weniger ideal erwiesen. Grund: Die Baukosten würden, so Hartmann, an dieser Stelle wesentlich höher ausfallen als am Max-Mannheimer-Platz.

Schon im Jahr 2018 soll nun die Planung für den Bau starten beziehungsweise geprüft werden, welche Art von Baurecht auf der Fläche überhaupt besteht. In dem fertigen Bau soll neben Rathausmitarbeitern auch ein Bürgerbüro Platz finden.

Grundsätzlich, so Hartmann, sei der Erweiterungsbau für die Stadtverwaltung unvermeidlich. Angesichts explodierender Einwohnerzahlen und stetig steigender Anforderungen an die Verwaltung würde auch die Zahl der städtischen Mitarbeiter wachsen müssen. So wolle man im neuen Rathaus beispielsweise eine eigene Vergabestelle schaffen; deren Aufgabe solle allein die Vergabe von Aufträgen sein – was im Zeitalter von gesetzlich vorgeschriebenen EU-weiten Ausschreibungen die einzelnen Abteilungen massiv entlasten dürfte. Auch das seit Juli geltende Prostituiertenschutzgesetz müsse die Stadt umsetzen, was laut Hartmann ebenfalls verdeutliche: „Die Verwaltung muss einfach immer mehr Aufgaben erfüllen. Dafür brauchen wir eben immer mehr Personal.“

Doch noch ist es für die städtischen Mitarbeiter zu früh, um Umzugskartons zu packen. „Wir steigen jetzt erst in die Prüfung ein“, betonte Hartmann mehrfach. Erst müssten die Stadträte ihr Einverständnis geben und sagen: „Hop oder top, das machen wir!“ 

Stefanie Zipfer 

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