Ein Auto biegt in die Spielstraße ab
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Rein in die Spielstraße, da es auf der Uhdestraße ab der August-Pfaltz-Straße nicht mehr weitergeht. 

Die neue Verkehrsführung läuft noch nicht optimal

Einbahnregelung der südlichen Uhdestraße funktioniert nicht

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
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Seit drei Wochen ist die Einbahnregelung in der südlichen Uhdestraße nun in Kraft. Bisher zeigt sich: Die neue Verkehrsführung funktioniert noch nicht.

Dachau – Die Kreuzung Himmelreichweg/Uhdestraße/Gröbenrieder Straße galt lange als Unfallschwerpunkt in der Stadt. Viele nutzten vor allem die Uhdestraße als Abkürzung in Richtung B 471; die Autofahrer, so sah es zumindest die Polizei, würden dann einfach schnell über die Kreuzung wollen – ohne Rücksicht auf die bevorrechtigten Autos.

Aus diesem Grund sah sich die aus Vertretern von Stadt und Polizei bestehende Unfallkommission die Stelle genauer an und kam zu dem Ergebnis, dass man den Bereich dringend entschärfen müsste. Das Mittel der Wahl: eine Einbahnregelung in der südlichen Uhdestraße.

Konkret sieht der Plan der Verkehrsplaner so aus: Von Norden aus können Autofahrer nur noch bis zur August-Pfaltz-Straße in die Uhdestraße einfahren. Eine Weiterfahrt Richtung ASV nach Süden ist jedoch nicht mehr möglich – ausgenommen davon ist der Radverkehr. Damit sollen die Autofahrer, die beispielsweise zum ASV oder zur B 471 wollen, zum Umfahren der Uhdestraße bewegt werden, indem sie ab der Schillerstraße die Gröbenrieder Straße nutzen.

Seit drei Wochen ist diese Einbahnregelung nun in Kraft – probeweise. Wenn sie sich bewährt, soll daraus sogar ein Dauerzustand werden. Allein: Sie bewährt sich nicht.

Um einen Unfallschwerpunkt zu entschärfen, wurde die Uhdestraße zwischen Himmelreichweg und August-Pfaltz-Straße zur Einbahnstraße. 

Wie Stefan Januschkowetz vom Ordnungsamt in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses zugeben musste, geht der Verkehrs-Plan der Stadt nicht auf. Die Einbahnstraßen-Schilder „werden ignoriert“, die Autofahrer würden entweder direkt entgegen der Fahrtrichtung fahren oder rechts und links über die August-Pfaltz-Straße ausweichen. Auch Oberbürgermeister Florian Hartmann musste einräumen, dass die neue Regelung „noch nicht das gewünschte Ergebnis bringt“.

Januschkowetz hat aber Hoffnung, dass „die Bürger, die 20 Jahre durchgefahren sind“, sich doch noch an die Aufteilung der Uhdestraße gewöhnen mögen. Helfen soll dabei auch die Polizei, die Kontrollen in dem Bereich durchführt, sowie eine Zählung der Autos, die – statt über die Gröbenrieder Straße gen Süden zu fahren – lieber die kleinen, verkehrsberuhigten Wohnstraßen neben der Uhdestraße nutzen. Zusätzlich sollen die Autofahrer noch prominenter auf die Einbahnstraße hingewiesen werden. Laut OB Hartmann habe „die Stadt ein größeres Schild bestellt“.

Die Anwohner sind über die neue Regelung zwiegespalten: Während die einen froh sind, dank der Quasi-Teilung der Uhdestraße noch ohne größeren Umweg in ihre Siedlung zu kommen, fragen andere, warum man die Uhdestraße nicht gleich komplett zur Einbahnstraße gemacht hat?

Denn tatsächlich ist nicht nur die Kreuzung Himmelreichweg/Uhdestraße/Gröbenrieder Straße gefährlich. Genauso gefährlich ist, wenn hunderte Autos auf dem Weg zur B 471 durch eine Spielstraße fahren.

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