1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Dachau

Eingeschränkte Wahlfreiheit im Landkreis Dachau

Erstellt:

Kommentare

Nördlich der DAH 3 soll bis zum Schuljahr 2025/2026 das Gymnasium in Röhrmoos bezugsfertig sein.
Nördlich der DAH 3 soll bis zum Schuljahr 2025/2026 das Gymnasium in Röhrmoos bezugsfertig sein. © Ostermair

Bisher lag die Entscheidung, welches Gymnasium es sein sollte, bei den Kindern und ihren Eltern. Diese Entscheidungsfreiheit ist jetzt erst einmal vorbei.

Dachau - „Gehst Du aufs Effner oder Taschner?“, das war immer die große Frage aller Viertklässler in Stadt und Landkreis Dachau, die aufs Gymnasium wollten. Seit vielen Jahren bot sich inzwischen auch das Gymnasium Markt Indersdorf als Alternative an. Bisher lag die Entscheidung, welches Gymnasium es sein sollte, bei den Kindern und ihren Eltern.

In einem Brief an die Eltern der jetzigen vierten Klassen begründet das Sachgebiet 13 des Landratsamts die „Lenkung der gymnasialen Schülerströme“ durch den erhöhten Raumbedarf wegen der Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums und die zeitgleiche Inbetriebnahme zweier Gymnasien in Karlsfeld und Röhrmoos ab dem Schuljahr 2025/26.

So hat das Landratsamt folgende Vorgaben erlassen: Schüler aus den Orten Altomünster, Erdweg, Markt Indersdorf, Weichs, Hilgertshausen-Tandern, Haimhausen, Röhrmoos und Petershausen dürfen ab dem kommenden Schuljahr ausschließlich das Gymnasium Markt Indersdorf besuchen. Dieses soll die Vorläuferklassen des geplanten Gymnasiums in Röhrmoos aufnehmen.

Die Viertklässler aus Bergkirchen, Hebertshausen, Odelzhausen und Schwabhausen dürfen zwischen dem Josef-Effner-Gymasium Dachau (JEG) und dem Indersdorfer Gymnasium wählen.

Dachauer Schüler können sich weiter zwischen dem Ignaz-Taschner-Gymnasium (ITG) und dem Joseph-Effner-Gymnasium entscheiden. Gerade im ITG ist die Raumsituation aufgrund von aktuell sieben fünften Klassen schwierig.

Karlsfelder Schüler nur noch aufs Effner

Für die Karlsfelder Schüler ist nur noch das Effner-Gymnasium vorgesehen, da dort die Vorläuferklassen für das neue Karlsfelder Gymnasium beheimatet sein werden. Traditionell besuchen viele Karlsfelder zur Zeit das ITG, da sie dorthin bequem mit der S-Bahn anreisen können.

Obwohl bis zum Schuljahreswechsel noch einige Zeit vergeht, gibt es von Eltern schon Kritik. „Ich war selbst am ITG und habe mich dort immer wohl gefühlt! Ich hätte mir deswegen auch gewünscht, dass mein Sohn dort hingeht!“, sagt eine Bergkirchner Mutter den Dachauer Nachrichten.

Landrat Stefan Löwl bittet dagegen um Verständnis: „Wir werden jetzt alle etwas auf die Zähne beißen müssen, neben den Schulfamilien auch Kinder, Eltern und die Verwaltung. Dafür steht dann zum Schuljahr 2025/26 der Umzug in hochmoderne Schulgebäude mit optimalen Lernbedingen an“, so Löwl.

Von der Regelung ausgenommen sind immerhin Geschwisterkinder. Diese können die gleiche Schule, die bereits ihre Brüder und Schwestern besuchen, auswählen.

hi

Auch interessant

Kommentare