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„Wir werden Dich nie vergessen“: Oberbürgermeister Florian Hartmann blickt ehrfürchtig auf das Schild des neuen Max-Mannheimer-Platz vor der Stadtbücherei. 

Einweihung des Max-Mannheimer-Platzes

Ein würdiger Ausdruck des Vermächtnisses

Seit den 1980er Jahren kämpfte Max Mannheimer gegen das Vergessen des Holocausts. Dafür ist ihm die Stadt Dachau dankbar – und setzt ein Zeichen gegen das Vergessen des Holocaust-Überlebenden: Gestern wurde der Max-Mannheimer-Platz eingeweiht.

von till hey

Dachau– Leise und einfühlsame Töne erklingen aus der Violine, die Klarinette setzt ein, der Platz zwischen Wirtschaftsschule und Stadtbücherei wird mit Musik gefüllt. Gudrun Huber und Florian Ewald spielen jüdische Tanzmusik. „Miserlou“ heißt das ied. Sie wollen erinnern an Max Mannheimer – Holocaustopfer in Dachaun und Freund der Stadt Dachau. Vor fast genau einem Jahr, am 23. September 2016, starb er im Alter von 96 Jahren. „Er war einzigartig. Sein Humor, seine offene Art, seine Verbundenheit zu Dachau – die Worte standen für Max“, sagt Kulturamtsleiter Tobias Schneider. Mannheimers Tod hinterließ auch Spuren bei Oberbürgermeister Florian Hartmann: „Sein Tod war und ist auch nach einem Jahr immer noch ein großer Verlust für uns alle.“

Mannheimer war ein wertvoller Berater in der Gedenk- und Erinnerungsarbeit der Stadt Dachau. Für sein Engagement verlieh sie ihm 2011 die höchste Auszeichnung der Stadt: Die Ehrenbügerschaft. Nun würdigt die Stadt den verstorbenen Zeitzeugen neben der Umbenennung des Jugendgästehaus in Max-Mannheimer-Haus ein zweites Mal. „Mit der Benennung des Platzes auf dem ehemaligen Moorbadgelände hat die Stadt Dachau das Vermächtnis Mannheimers einen würdigen Ausdruck verliehen“, erklärt Hartmann.

Der Platz zwischen Stadtbücherei13, Studentenwohnheim und der Wirtschaftsschule Scheibner liegt im Herzen der Stadt Dachau. Zum 1. Oktober werden alle umliegenden Gebäude die Adresse des Platzes übernehmen.

Täglich wird das Gelände von jungen Leuten besucht. Mannheimer waren junge Menschen immer wichtig. Jahrzehntelang besuchte er Schulen, um mit der Zukunft von morgen in Dialog zu treten. Sein Motto war: Wir dürfen nicht vergessen. Er wollte junge Leute für die Zeit des Nationalsozialismus sensibilisieren. Zum Ende der Rede Hartmanns richtet sich der OB persönlich an den Verstorbenen: „Danke Max, wir werden dich nie vergessen und deine Botschaft immer im Herzen behalten!“

(th)

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