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Offiziell eingeweiht

Endlich fertig: So sieht das neue Feuerwehrhaus in Pellheim aus

Endlich ist das neue Pellheimer Feuerwehrhaus fertig. Es wurde nun offiziell eingeweiht, wir zeigen die Bilder. 

Pellheim – Die Pellheimer Feuerwehrleute hatten in der Vergangenheit wenig zu lachen. Ihr altes Gebäude war baufällig, ungemütlich und unbefriedigend. Nicht einmal das neue Auto passte in das alte Haus. Lange war ein Neubau geplant und immer wieder verschoben worden. Doch jetzt geht es aufwärts: Das neue Feuerwehrhaus wurde am Sonntag endlich eingeweiht.

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen“ – mit diesem Zitat von Goethe umschrieb Stadtbrandmeister Gerd Lobmeier das lange Hin und Her zum Bau des Pellheimer Feuerwehrgebäudes. Gelächter ging durch die Besucherreihen des Einweihungs-Festes.

Zu Lachen hatten die Pellheimer Feuerwehrleute 2013 nichts. Denn die Planungen für einen Neubau wurden in diesem Jahr wieder zurückgestellt. Doch die Ehrenamtlichen sehnten sich schon lange nach einem neuen Feuerwehrhaus. Das alte Gebäude aus den 40er Jahren war „baufällig, ungemütlich und unbefriedigend“, wie es Oberbürgermeister Florian Hartmann bezeichnete.

Erst 2015 nahm der Stadtrat die Planungen wieder auf, 2016 kam die erleichternde Genehmigung, im Dezember 2016 dann das Richtfest. Am vergangenen Sonntag wurde das Gebäude, „ein lang angestrebtes Ziel“, wie es Kommandant Engelbert Metz nannte, von Pfarrer Wolfgang Borm geweiht. „Es ist nicht nur ein notwendiges und praktisches Gebäude, es ist auch ein Zeichen, dass sich im Ort Menschen engagieren“, sagte Borm. In seinen Fürbitten bat er Gott um Schutz der Feuerwehrmänner und -frauen, Schutz vor Naturkatastrophen und anderen Gewalten und er bat um die Macht, das Feuer zu brechen.

Klaus Kinner, erster Vorstand der Feuerwehr Pellheim, nahm Borms Gedanken in seiner Dankesrede auf. „Was ist eine Feuerwehr? Eine Feuerwehr ist nicht nur ein Gebäude, Schläuche, Hydranten und Fahrzeuge. Feuerwehr: Das sind vor allem die Aktiven. Die, die sich ehrenamtlich engagieren und immer bereit sind.“ Dazu gehören auch die Familien, die auf ihre Liebsten verzichten müssen, wenn diese auf Einsätzen sind, dazu gehören die Fördermitglieder,, aber auch Unterstützer wie Kuchenbäcker, Getränkelieferanten und Bürger, die der Feuerwehr ihr Altpapier überlassen.

27 Aktive, darunter drei Frauen, sowie acht Jugendliche zählt die Feuerwehr Pellheim aktuell. „Fünf Nachwuchskräfte unter 14 Jahren haben wir schon in der Hinterhand“, freut sich Metz. Die Pellheimer Floriansjünger rücken im Jahr zu 15 bis 20 Einsätzen aus. „Besonders stolz bin ich, dass wir die zweitstärkste Jugendgruppe bei der Jugendleistungsprüfung stellen konnten“, sagte Metz.

So sei das schöne Haus auch eine Motivation für den Nachwuchs, aber auch allen anderen Feuerwehrler: „Das Gebäude repräsentiert nun die starke und motivierte Pellheimer Feuerwehr“, sagte Lobmeier, stellvertretender Kommandant der FFW Dachau. Außerdem gab er zu, dass er und seine Dachauer Kollegen auch etwas neidisch sind auf das Pellheimer „Triple“: Zwei neue Fahrzeuge und ein neues Gebäude. Weil das neue Löschfahrzeug, das bereits seit 2016 in Gebrauch ist, in das alte Feuerwehrhaus nicht passte, musste es Kommandant Metz in seiner privaten Scheune unterbringen. Dafür bekam er besonders viel Anerkennung. Genau wie Markus Fottner. Denn der zweite Kommandant wohnt im Haus direkt gegenüber des Feuerwehrgerätehauses und war damit „die beste Baustellenaufsicht“, wie ihn Metz betitelte.

Viele dankende Worte bekam auch der Oberbürgermeister stellvertretend für den gesamten Stadtrat. Der stellte 1,2 Millionen Euro für den Bau aus dem Stadthaushalt zur Verfügung. Ein Betrag, der laut OB eingehalten wurde. „Es wurde nur das Nötigste eingebaut“, versicherte Hartmann – um Steuergelder zu sparen.

Metz gab einen virtuellen Rundgang, bevor die Gäste selbst einmal einen Blick hinein werfen konnten: Im Erdgeschoss gibt es zwei Garagen für die zwei Fahrzeuge sowie 33 Spinde für die Einsatzkluft. Im Obergeschoss befinden sich ein Aufenthalts- und Schulungsraum mit Balkon und Küche, ein Abstellraum, die sanitären Anlagen sowie ein Bürozimmer. „Auf eine Sauna haben wir verzichtet“, scherzte Metz.

Miriam Kohr

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