Zwei Kinder mit Schultüten
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Wegen Corona: In drei Dachauer Schulen darf nur ein Elternteil zur Einschulung mitkommen.

Corona-Auflagen

Erster Schultag ohne Mama

In Corona-Zeiten ist alles anders. Auch der erste Schultag. An drei Dachauer Grundschulen darf nur ein Elternteil den Abc-Schützen begleiten.

  • Wegen Corona: Nur ein Elternteil darf zur Einschulung mit
  • Drei Dachauer Grundschulen betroffen
  • Rektorinnen nicht glücklich mit de Situation

Dachau – Der erste Schultag ist ein besonderer Tag im Leben, und der sollte auch gefeiert werden. Am besten mit Eltern, Geschwistern, Oma und Opa. Doch das wird in Corona-Zeiten schwierig. Eine Umfrage der Dachauer Nachrichten bei den Rektorinnen ergab, dass zur Begrüßung der Erstklässler am ersten Schultag in drei von vier Dachauer Grundschulen nur ein Elternteil dabei sein darf. Lediglich in Dachau-Süd dürfen Mama und Papa mitkommen.

Glücklich mit der Situation ist keine der Schulleiterinnen. Andrea Wiesner, Rektorin der Grundschule Augustenfeld, berichtet, dass es im neuen Schuljahr drei neue erste Klassen geben wird. Für diese werde es, für jede Klasse gestaffelt, eine halbstündige Begrüßung in der Schulaula geben, danach die erste Unterrichtsstunde in den Klassenzimmern. Zur Begrüßung werden in der Aula knapp 30 Kinder und 30 Eltern erwartet, dazu kommen noch Lehrer und Kinder höherer Klassen.

Schulleiterin hofft auf Vorgaben des Kultusministeriums

Als sie den entsprechenden Brief an die Eltern verfasste, ging sie von 100 Menschen aus, die aus Hygienegründen in die Aula durften. Kaffee und Kuchen wie sonst üblich werde es in diesem Jahr nicht geben. Wiesner hat sich aber Mail-Adressen geben lassen, um Eltern kurzfristig über Änderungen informieren zu können. Sie verspricht, wenn es die Situation zulässt, in der letzten Ferienwoche auf die aktuelle Situation zu reagieren. Auch sie ist traurig über die aktuelle Situation und hofft auf klare Vorgaben des Kultusministeriums.

Karin Ernstorfer von der Klosterschule freut sich auf 130 neue Schülerinnen und Schüler. „Die fünf neuen Klassen werden am ersten Schultag in drei Schichten begrüßt“, berichtet die Rektorin. Weil die Aula der Klosterschule sehr klein und schlecht zu lüften sei, könne nur ein Elternteil seinen Abc-Schützling begleiten. Die Schulleiterin hatte sich mit dem Elternbeirat mehrere Szenarien überlegt, auch eine Begrüßung im Thomahaus wurde diskutiert, aber wieder verworfen. Ernstorfer spricht von einer „schwierigen Situation“, aber sie trage auch Verantwortung für 460 Schülerinnen und Schüler. Am ersten Schultag kommen auch die anderen Jahrgangsstufen in die Schule.

Es sei eine freiwillige Segnung der Kinder in der St. Jakobskirche geplant, auch dafür gibt es zwei Schichten. Ernstorfer verspricht, die Situation in der letzten Ferienwoche zu prüfen.

In Dachau-Süd dürfen Mama und Papa mit

„Wir planen mit zwei Begleitpersonen pro Kind“ sagt Michaela Frost, die Rektorin der Grundschule Dachau-Süd. Die große Aula mache dies möglich. Es werde vier Begrüßungen geben, für jede der vier Klassen eine. Wie in den anderen Grundschulen auch dürften zur Begrüßung keine Lieder gesungen werden. In Dachau-Süd werde deswegen ein Film gezeigt, bevor es in die Klassenzimmer geht. Dort sind dann die Kinder mit den Lehrern alleine, die Eltern unerwünscht. Frost sagt auch, dass sie ihre Planungen kurzfristig noch anpassen könne. So könne sie sich vorstellen, dass es „zwei erste Schultage mit halben Klassen“ geben werde, wenn sich die Corona-Situation verschlechtert.

Andrea Noha, die Rektorin der Grundschule in Dachau-Ost, plant vier Begrüßungen für vier erste Klassen, die in der Turnhalle stattfinden sollen. Weil die Halle nur schwer zu belüften sei, hat sie Eintrittskarten für je ein Elternteil verteilt. Mehr als 50 Personen dürften sich nicht gleichzeitig in der Halle aufhalten. Die Kindersegnung finde ebenfalls in der Turnhalle statt. Bei schönem Wetter organisiere der Elternbeirat für die Verwandten im Schulgarten eine Wartemöglichkeit, bei der sich die Gäste Getränke nehmen könnten. Ein Buffet sei aus Hygienegründen nicht möglich.

Bernhard Hirsch

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