Betrugsmasche scheiterte in Dachauer Fall

Achtung, falsche Polizisten am Telefon!

Am Dienstag haben Callcenter-Betrüger wieder ihr Glück im Raum Dachau, Fürstenfeldbruck, Germering und Starnberg versucht. Eine Dachauer Seniorin erzählt, mit welcher Masche die falschen Polizisten bei ihr an Geld gelangen wollten.

DachauMindestens 50 Senioren sind am Dienstag rund um Dachau, FFB, Germering und Starnberg wieder von falschen Polizeibeamten kontaktiert worden. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Mittwoch mit. In einem Fall in Germering waren die Täter erfolgreich und konnten mehrere Tausend Euro erbeuten. Eine Dachauer Seniorin, die angerufen wurde, berichtet von der Masche, die die Betrüger bei ihr versucht haben.

Die Dachauerin wurde am Montagabend zwischen 20 und 20.30 Uhr angerufen – angeblich von der Dachauer Polizei. „Der Mann sprach in einwandfreiem Deutsch“, berichtet sie. „Er sagte, dass ich sofort alle Fenster und Türen schließen soll.“ Denn ganz in ihrer Nähe – sie wohnt nahe des Karlsbader Rings – sei eine „Rumänenbande“ unterwegs, vier bereits festgenommen, zwei noch unterwegs. Der Mann sagte weiter, dass die Polizei im Auto der Bande hat die Polizei eine Liste gefunden habe, auf der ihr Name und ihre Adresse an der ersten Stelle stand. „Und er sagte, dass ich mein Gold und Geld verstecken soll.“ Daraufhin sagte die Dachauerin, dass sie kein Geld und Gold habe.

Vielleicht meldete sich der Mann aus diesem nicht mehr. Die Seniorin jedenfalls rief gleich danach bei der richtigen Dachauer Polizei an. Hier wurde ihr erklärt, dass es sich um eine Betrugsmasche handelt. Wie Pressesprecher Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord erklärt, wäre der nächste Schritt der Betrüger gewesen, „Geld und Schmuck in Verwahrung zu nehmen“.  Oder die Betrüger wollen ein Gespräch und kommen vorbei, um zu überprüfen, ob das Versteck für das Geld gut ist. 

Kammerer warnt: „Die Polizei ruft niemals bei Ihnen an, um Geld abzuholen.“ Er bittet Angehörige, ihre älteren Verwandten zu sensibilisieren.

Denn die sogenannten Callcenter-Betrüger haben es vor allem auf ältere Personen abgesehen. „Die Drahtzieher sitzen in der Türkei und suchen sich aus dem Telefonbuch Namen heraus, die auf ältere Bürger hindeuten“, so Kammerer. Das beweise auch der aktuelle Dachauer Fall. Glücklicherweise blieb es nur beim Versuch.

no

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