Felix Bürgers hat 34 Jahre lang das Dachauer Leben mitgeprägt

Dachau - Einer der wichtigsten Vertreter des Impressionismus in Dachau war der Maler Felix Bürgers. Er war einer der wenigen Künstler, die dauerhaft in Dachau ansässig waren. Am 18. August jährt sich sein Todestag zum 75. Mal.

Felix Bürgers lebte 34 Jahre lang in Dachau, wo er 1934 im Alter von 64 Jahren starb. Sein Grab liegt auf dem Stadtfriedhof.

elix Bürgers wurde am 15. Juli 1870 in Köln geboren und absolvierte nach seiner Schulzeit am Gymnasium eine kaufmännische Ausbildung. Dass er ein Laufbahn als Kaufmann anstrebte, war naheliegend, denn der Vater besaß eine Tabakfirma. Mehrere Jahre lang, bis zu seinem 30. Lebensjahr, arbeitete Felix Bürgers im Amsterdamer Kontor des Unternehmens.

Nach einer schweren Erkrankung riet ihm der Arzt jedoch zum Berufswechsel und Felix Bürgers entdeckte seine Neigung für die Malerei. Er wurde Schüler von Ludwig Schmid-Reutte in Karlsruhe und von Otto Reiniger in Stuttgart. 1900 kam er in die Künstlerkolonie Dachau, um bei Adolf Hölzel, dem Exponenten der Dachauer Schule, zu studieren.

Bürgers war ein beliebter Gesellschafter, ein glänzender Redner, eine imposante Erscheinung, ein selbstbewusster und ernsthafter Künstler. Stets soll er bereit gewesen sein, etwas anzupacken. So jedenfalls wird er von Horst Heres im Buch über die Dachauer Gemäldegalerie charakterisiert. Mit seiner Ehefrau, der Porträtmalerin Gertrud Bürgers-Laurenz, schuf er sich in der Herzog-Albrecht-Straße 1 (heute Nr. 12) ein eigenes Haus, das heute unter Denkmalschutz steht.

Unter anderem hat er die Künstlergruppe Dachau, eine Verläuferin der Künstlervereinigung Dachau (KVD) ins Leben gerufen. Er gehörte auch der Münchner Künstlergesellschaft Allotria an und war Jurymitglied der Münchner Secession, die zu seinem 60. Geburtstag im Münchner Glaspalast elf seiner Werke zeigte. Anlässlich seines 100. Gekburtstages wurde im Oktober 1970 im Dachauer Schloss eine große Retrospektive veranstaltet, die einen Überblick über seine Landschaftsmalerei gab. Neben Gebirgsmotiven, die er auf seinen Reisen entdeckte, war es vor allem der Winter in der heimischen Landschaft und der Himmel als Gestaltungselement, was den Maler faszinierte. (sch)

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