zwei BRKler vor Auto
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Starteten am Donnerstagabend: Markus Wolf (l.) und Andreas Fritsch von der Wasserwacht Dachau sind mit der „Logistik Komponente“ im Katastrophenschutz-Zug Oberbayern unterwegs.

Einsatzkräfte der Wasserwacht helfen bereits vor Ort

Flutkatastrophe: Hilfe kommt

  • Nikola Obermeier
    VonNikola Obermeier
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In den Hochwassergebieten im Westen Deutschlands wird jede Hand gebraucht. Hilfe kommt nun auch aus dem Landkreis Dachau.

Dachau – Fluthilfe für die Hochwasserkatastrophe kommt auch aus dem Landkreis Dachau: Zwei Helfer der Wasserwacht Dachau starteten am Donnerstagabend in die Krisenregion in Nordrhein-Westfalen. Das THW Dachau und der Kreisfeuerwehrverband stehen bereit, falls weitere Hilfe angefordert wird.

Am frühen Donnerstagabend hat das Bayerische Rote Kreuz über das Innenministerium ein Hilfeersuchen des Landes Nordrhein-Westfalen übermittelt bekommen. Zwei Katastrophenschutz-Wasserrettungszüge der Wasserwacht-Bayern wurden alarmiert, einer aus Unterfranken, einer aus Oberbayern. „Der BRK-Kreisverband Dachau stellt hierfür eine Transport- und Logistikkomponente“, wie Dennis Behrendt, stellvertretender Kreisgeschäftsführer, erklärt. Markus Wolf und Andreas Fritsch von der Wasserwacht-Kreisgruppe machten sich am Donnerstagabend mit dem Katastrophenschutzzug auf den Weg. Andere Kreisverbände sind mit einer Wasserrettungs-Gruppe im Einsatz, „unsere Helfer transportieren das Versorgungsmaterial und kümmern sich vor Ort darum, dass die Einsatzkräfte, die mit dem Boot unterwegs sind, alle benötigten Materialien haben.“

Wie lange der Einsatz dauert, sei offen, so Behrendt. Wenn der Einsatz länger dauert, werde das Personal ausgetauscht. Behrendt betont, dass im Landkreis Dachau natürlich die Wasserrettung weiterhin sichergestellt sei. „Das ist eine extra Kapazität, die für solche Sondereinsätze vorgehalten wird.“

Das THW Dachau wäre sofort bereit, wenn eine Anforderung kommt, sagt Sven Langer, Vorsitzender des Fördervereins. Auch der Kreisfeuerwehrverband wird kurzfristig Hilfe organisieren, wenn die Regierung anfragt. „Wir haben allerdings auch die bayerische Voralpenregion im Auge“, so Pressesprecher Maximilian Reimoser. Möglicherweise steigt dort die Hochwassergefahr. „Im Landkreis Dachau gibt es derzeit keinerlei Anzeichen dafür“, so Reimoser. Sollte sich die Feuerwehr auf den Weg in die Hochwasserregionen machen, „brauchen wir einen Vorlauf von 24 Stunden: welche Einheiten, welche Fahrzeuge können fahren, um auch hier die Grundsicherung nicht zu gefährden, Routenplanung, Zwischenziele, Übernachtungen“ – das müsse organisiert werden.

Die Gemeinde Hebertshausen bietet den Feuerwehren in den von der Flut-Katastrophe betroffenen Gebieten sofort das nicht mehr benötigtes LF8 mit vollständiger Ausrüstung an, wie Bürgermeister Richard Reischl informierte. „Dazu dringend benötigte Materialien und Gerätschaften. Auch stellen wir gerne sofort eine Mannschaft auf zum Anpacken vor Ort.“

Und auch hier gilt: Sobald die Hilfe, das Fahrzeug und Material benötigt wird, starten die Helfer in Richtung Norden.  

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