Eingeschränkte Öffnungszeiten hat der Laden des Franziskuswerks in der Altstadt. sue

Doch keine Lösung für Altstadtläden?

Dachau - Es sieht nicht gut aus für die Fortführung der beiden Franziskuswerkläden in Dachau.

Es sieht nicht gut aus für die Fortführung der beiden Franziskuswerkläden in Dachau. Wie Oberbürgermeister Florian Hartmann auf Anfrage der Dachauer Nachrichten erklärte, sei die Nachfolgesuche äußerst schwierig. „Leider haben wir noch keine Lösung gefunden.“ Ein Gespräch stehe aber noch aus. „Aber das ist gerade noch ein Strohhalm“, bedauert Hartmann.

Die beiden vom Franziskuswerk Schönbrunn betriebenen Läden in der Altstadt sowie am Klagenfurter Platz in Dachau-Süd schließen zum 30. Juni. Das Franziskuswerk, das auch noch einen Laden in Schönbrunn betreibt, hatte mit den beiden Geschäften in Dachau jährlich ein hohes Defizit erwirtschaftet (wir haben berichtet). Und auch bis zum endgültigen Ladenschluss im Juni gibt es schon jetzt eingeschränkte Einkaufsmöglichkeiten. Denn die beiden Lebensmittelläden können ihre bisherigen Öffnungszeiten nicht beibehalten (siehe Kasten). „Der Grund dafür ist, dass einige Mitarbeiter bereits neue Aufgaben übernehmen können“, berichtet Sigrun Wedler vom Franziskuswerk. Von den insgesamt 19 Mitarbeitern, die in den beiden Geschäften beschäftigt waren, hätten schon einige intern die Arbeitsstelle wechseln können.

Die Probleme bei der Nachfolgesuche seien sowohl die Ladengröße als auch die Lage. „Für das Sortiment der großen Ketten sind die Läden zu klein“, weiß Hartmann. Und die Schwierigkeit bei der Suche nach einem geeigneten Unternehmen mit kleinerem Sortiment seien die Lokalitäten selbst, sprich die Anlieferungsmöglichkeit und Lagerung der Waren sowie die Parkplatzsituation. „Alle sagen, das sei hier besonders schwierig“, so der OB. Dazu komme, dass es nicht so viel Laufkundschaft wie beispielsweise in München gebe.

Die von der Rewe-Gruppe, die derzeit das Sortiment stellt, ins Gespräch gebrachten Nachbarschaftsläden Nahkauf konnten offenbar nicht für eine Nachfolgenutzung gewonnen werden. Oberbürgermeister Hartmann jedenfalls weiß von nichts. Eine Rewe-Sprecherin wollte dazu keine Auskünfte erteilen.

Florian Hartmann will dennoch nicht an ein endgültiges Aus für die Läden glauben. „Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.“ Er will sich weiter bemühen, eine Lösung zu finden. „Das ist mir sehr wichtig.“


Conny Kirmaier

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Stadtplan für Kinder und Jugendliche
Die Stadt präsentiert erstmals einen Stadtplan, der für ihre kleinen Bewohner gedacht und mit diesen zusammen erarbeitet worden ist.
Stadtplan für Kinder und Jugendliche
Emilian aus Oberschleißheim
Der kleine Emilian kam in Dachau in der Klinik auf die Welt. Der Bub war 54 Zentimeter groß und 3700 Gramm schwer und darf sich über seinen zwei Jahre älteren Bruder …
Emilian aus Oberschleißheim
Jonathan aus Mittelstetten
Der kleine Jonathan Simon erblickte jetzt in der Helios-Amperklinik das Licht der Welt. Der 53 Zentimeter große und 3480 Gramm schwere Sohn von Stefanie und Roland …
Jonathan aus Mittelstetten
Sie helfen denMenschen in Ecuador
Dieser Tage geht’s auf nach Südamerika. Zwei junge Frauen aus dem Landkreis Dachau wollen ein Jahr lang in Ecuador die Bevölkerung unterstützen.
Sie helfen denMenschen in Ecuador

Kommentare