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„Viel Erfolg“: Stadtrat Dr. Edgar Forster (links) gratuliert Mar kus Erhorn zu seiner Kandidatur. 

Kommunalwahl 2020

Markus Erhorn: „Mutiger planen und realistischer umsetzen“

Die Freie Wähler Dachau haben Markus Erhorn einstimmig zu ihrem OB-Kandidaten gekürt. In der Dachauer Lokalpolitik läuft nach Ansicht des 30-Jährigen vieles falsch.

Dachau Die Freien Wähler Dachau haben ihren Vorsitzenden Markus Erhorn jetzt auch offiziell zum Oberbürgermeisterkandidaten bestimmt. Die Mitglieder wählten den 30-jährigen Verwaltungswirt einstimmig bei der Aufstellungsversammlung.

Erhorn erklärte in seiner Rede, dass Dachau wieder zur „realistischen Politik“ zurückkehren müsse. Dazu zählt für ihn insbesondere eine solide Haushaltspolitik bei Stadt und Stadtwerken. Großprojekte wie Hallenbad, Eisbahn und Umfahrung müssten nacheinander und nicht parallel vorangetrieben werden – angesichts von Haushaltlage und Kapazitäten im Rathaus. „Sonst laufen Kosten und Bauzeit bei allen Projekten wie beim Hallenbad aus dem Ruder“, sagte Erhorn.

Der OB-Kandidat sieht zudem als die zentralen Herausforderungen die Lösung des Verkehrsproblems und die Schaffung kommunalen und privaten Wohnraums. Zur Linderung des Verkehrs gehören nach Erhorns Meinung auch der Straßenaus- und Straßenneubau, wie etwa eine Nord- und Ostumfahrung. Darüber hinaus müssten der Bahnhof ausgebaut, dort mehr Parkplätze (Parkdeck auf den bestehenden Parkflächen) geschaffen und mehr Zughalte forciert werden.

Im Hinblick auf das MD-Gelände kritisierte Erhorn, dass die Stadt viele Jahre die Planungen in die Länge gezogen und damit Investoren hingehalten habe. Er plädierte für eine „mutige Planung“ mit Schaffung von urbanem Baurecht, mit dem die Investoren öffentliche Einrichtungen für die Stadt bauen könnten. Erhorn verspricht sich davon, dass städtische Einrichtungen durch Baurecht direkt gegenfinanziert werden können und somit die Stadtkasse schonen und gleichzeitig Wohnraum geschaffen werden könne.

Erhorn kritisierte außerdem, dass in den vergangenen fünf Jahren ein „zunehmend aggressiver Ton“ in den politischen Alltag der Großen Kreisstadt eingezogen sei. „Wir sind die politische Kraft der bürgerlichen Mitte und wollen gemeinsam mit Dachaus Bürgern gestalten. Miteinander, nicht gegeneinander!“ Wichtig sei den Freien Wählern auch die stärkere Beteiligung von Frauen und jungen Menschen in der Kommunalpolitik. Ziel sei es, sowohl für die Stadtrats- als auch Kreistagswahl eine Liste mit genauso vielen Frauen wie Männern aufzustellen.  dn

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