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Abschied der Schüler: Die Kleinen haben sich herzlich verabschiedet.

Gabriele Dörfler verlässt die Grundschule Dachau-Ost

Bei ihr fühlten sich die Schüler wohl

Die Rektorin der Grundschule Dachau-Ost Gabriele Dörfler geht in den Ruhestand. Sie ist beim Sommerfest feierlich verabschiedet worden – von ihren Kollegen, dem Schulrat, und von „ihren“ Schulkindern“.

Dachau – Viel erreicht hat die Rektorin der Grundschule Dachau-Ost. Seit 1978 ist sie Lehrerin, seit 1995 ist sie Teil der Grundschule. Als Konrektorin bewarb sie sich und wurde auch angenommen. Seit 2009 hat sie das Amt der Rektorin inne. „Mir hat es sehr großen Spaß gemacht, an der Schule Sachen zu organisieren“, erzählt die 63-Jährige. Sie geht drei Jahre früher in Rente, als sie eigentlich müsste. „So schön die Zeit auch war, es reicht“, erklärt sie.

Für sie war die Grundschule immer schon ein Teil Herausforderung. Sie berichtet von nahezu 30 Nationalitäten unter den Schülern. „Das war aber gleichzeitig auch ein großer multikultureller Gewinn für die Schule“, erklärt die Rektorin. Zwei Komponenten waren ihr in ihrer Zeit als Schulleiterin besonders wichtig. Das Kollegium, dass an einem Strang zog in allen Themen der Erziehung, und die Elternschaft, die sehr verständnisvoll bei jeglichen Maßnahmen zum Wohle der Kinder war.

Dörfler hatte ein besonderes Ziel als Lehrerin. Sie wollte, dass sich die Kinder in der Schule wohl fühlen und gerne kommen. „Ich denke, das Ziel habe ich erreicht. Die Grundschulzeit ist prägend für die Kinder, weswegen mir die Erfüllung des Ziels umso wichtiger war“, erklärt sie. Einer von vielen Triumphen in ihrem Berufsleben war die Renovierung der Schule. „Wir konnten den Landrat überzeugen, dass eine Renovierung dringend notwendig war“, erzählt Dörfler. Ebenso nannte sie die Einführung der sogenannten „Ü-Klassen“. Klassen, in denen Schüler, die kein Wort deutsch sprachen, vor dem Übergang in die Regelklassen kamen.

Aber auch Niederlagen musste die Lehrerin erfahren. Die Müll- und Glascontainer, die am Seitenschuleingang stehen, konnte sie bis heute nicht entfernen lassen. „Ich verstehe die ignorante Haltung der Stadt nicht“, erläutert sie. Die Glascontainer seien „ein Schand-, und Dreckplatz“ und herumliegende Scherben „eine Gefahr für die Kinder“. Besonders mahnte sie, dass der Müll „völlig kontraproduktiv im Sinne der Erziehung zu Ordnung und Sauberkeit“ sei. Selbst 380 Unterschriften haben die Stadt nicht dazu bewegt, dass die Container wegkommen, berichtet Dörfler. Die scheidende Rektorin ist sich aber sicher, dass die Schule in „sehr guten Händen“ liegt. Die jetzige Konrektorin Andrea Noha übernimmt die Führung der Grundschule.

Gabriele Dörfler mit ihrer Nachfolgerin Andrea Noha (l.).

Jetzt möchte die 63-Jährige ihre Pension genießen. „Vor allem kann ich jetzt auch außerhalb des Stundenplans reisen“, erzählt sie. Auch ihrer Leidenschaft der Musik kann sie sich nun voll hingeben.

Die hob auch der Schulrat Albert Sikora in seiner Abschiedsrede hervor: „Eines aber, Gabi, hat Dein Gemüt, Dein Leben, Dein Wirken jedoch ganz besonders beeinflusst: die Musik“, so Sikora. „Die musikalische Bildung war Dir über die Jahre hinweg ein ganz wichtiges Anliegen, und so war es auch nicht verwunderlich, dass Du zahlreiche Musicals an der Schule aufgeführt hast.“

Außerdem betonte Sikora, wie viel Zeit sich die Rektorin für ihre Kollegen genommen hat: „Egal, wie stressig die Arbeit auch war, Gabi hat sich immer die Zeit für einen privaten Austausch und für wertschätzende Worte genommen.“

Doch eines sei das herausstechendste Merkmal der engagierten Rektorin gewesen: „Gabi besitzt das Wichtigste, was ein Lehrer haben sollte: Sie mag Kinder! Und das hat man immer und überall gespürt.“

(th)

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