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Die Diva wurde vermisst, doch im Thomahaus wurde sie wiedergefunden – mit neuem Konzept. 

Dachauer Informations- und Verkaufsausstellung

Die Geburt der neuen Diva

Im vergangenen Jahr hatten zwei Stadtratsfraktionen beantragt, die Diva abzuschaffen. Offenbar daraufhin setzten sich die Macher der Ausstellung mit OB und Politikern zusammen und sammelten Ideen für ein neues Konzept. Nun wurde die „neue Diva“ vorgestellt.

Dachau Sie geriet Ende vergangenen Jahres in die Kritik. Kostet sie zu viel? Sind die Leute überhaupt an ihr interessiert? Lohnt sie sich? „Ja, das tut sie“, ist sich Christian Tannek sicher. Er ist Messebeiratsvorsitzender der Diva 2017 und lud zusammen mit Organisator Josef Schmid ins Ludwig-Thoma-Haus.

Zu einem war der Abend als Verkaufsveranstaltung für Aussteller gedacht, was die meisten Gäste auch waren, zum anderen wurden die Neuigkeiten der Diva vorgestellt. Allein wie dieser Abend gestaltet war, ließ vermuten, dass sich Veranstalter und Messebeirat einiges überlegt hatten.

Im Rahmen einer nicht ganz ernst zu nehmenden Aktenzeichen-XY-Show wurde nach der vermissten Diva gesucht – in Kombination mit einem Gewinnspiel. Franz Höpp holte schließlich den Hauptpreis: einen Messestand im Wert von 1500 Euro. „Ich hab meinen Stand schon gebucht, mit den 1500 Euro spar ich mir jetzt einiges“, freute er sich.

Im Anschluss wurde schließlich aufgeklärt: „Was geschah mit der Diva?“ Die wichtigsten Fakten: Die Messe dauert statt fünf nur noch vier Tage, vom 19. bis zum 22. Oktober. „So sparen sich die Stadt und auch kleine Unternehmen, die damit Personal einsparen, eine Menge Geld“, erklärte Messeleiter Josef Schmid. „Wir wollen in der kürzeren Zeit mehr Leute auf die Ludwig-Thoma-Wiese bringen“, betonte er weiter. Dafür erhielt die Diva in diesem Jahr ein übergreifendes Thema: Gesundheit.

Neben einer vergrößerten Dachau-Halle, der Frauenhalle und zwei Hallen „Bauen &Wohnen“ gibt es deshalb auch Hallen, die sich speziell mit Pflege und Gesundheit auseinandersetzen. Insgesamt ist eine Halle weggefallen. Dafür ist nun vor der Dachau-Halle am Eingang der Amperbrücke Platz für einen kleinen Festplatz mit Foodtrucks, wo „zum Teil auch Abendveranstaltungen stattfinden können“, so Josef Schmid.

Eine Freizeithalle und ein Outdoorbereich sollen vor allem Sportbegeisterte und Kindern mit Kanufahren, Stand-up-Paddling, Bogenschießen, Klettern und Mountain-Biking ein Rahmenbrogramm bieten. Zudem laufen Gespräche, eine Waldpädagogin mit ihrem Erlebnisbauernhof auf das Diva-Gelände zu holen. „Ich weiß schon jetzt, dass das ein Magnet für Kinder wird“, ist sich Tannek sicher.

Neben den Foodtrucks soll auch das Essenskonzept im Gastro-Zelt überarbeitet werden. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern, gibt es mehr Sitzmöglichkeiten, einen richtigen Messe-Rundweg – ähnlich wie auf dem Volksfest an gleicher Stelle – sowie überdachte Ruhe- und Informationszentren. Insgesamt soll die Diva „familienfreundlicher, jünger, frischer und moderner“ daherkommen.

Nach dem Antrag im vergangenen Jahr auf Abschaffung der Diva von Bündnis für Dachau und SPD sowie der Drohung einer Kostendeckelung der Stadt ist Tannek froh, dass die neue Diva so gemeinschaftlich konzipiert wurde. Der Messebeirat saß mit OB Florian Hartmann sowie den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats zusammen und nahm Ideen und Anregungen auf. Aus diesen und weiteren Ideen sei dann die „neue Diva“ geboren worden.

Miriam Kohr

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