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Georg Reischl ist neuer Kreisbrandrat in Dachau

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Von: Thomas Zimmerly

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Willkommen im neuen Amt: Landrat Stefan Löwl (rechts) gratuliert Georg Reischl.
Willkommen im neuen Amt: Landrat Stefan Löwl (rechts) gratuliert Georg Reischl. © Habschied

Der Landkreis Dachau hat einen neuen Kreisbrandrat: Georg Reischl aus Vierkirchen. Bei der Wahl bekam er 59 von 60 möglichen Stimmen.

Vorgänger als Dachauer Kreisbrandrat war im ersten Anlauf krachend gescheitert

Ried – „Hoffentlich wird es nicht so spannend wie beim letzten Mal!“ Mit diesen Worten eröffnete Landrat Stefan Löwl am Mittwochabend die Wahl zum Kreisbrandrat (KBR) im Saal der Gastwirtschaft Doll in Ried. Löwl hatte wohl noch schmerzlich den ersten Anlauf vom 1. April an selber Stelle vor Augen, bei dem der amtierende und vom Landrat vorgeschlagene Kandidat Franz Bründler krachend gescheitert war. 42 von 60 wahlberechtigten Kommandanten wollten den Weg nicht mehr mit ihm weitergehen.

Löwls Hoffnungen wurden erfüllt. Und wie. Die Stimmen von 59 der 60 anwesenden Kommandanten bedeuteten für den neuen Aspiranten Georg Reischl ein erstklassiges Ergebnis; eine Stimme war ungültig. Der 56 Jahre alte Vierkirchner wird ab Mitte Juli sein Amt antreten und für die kommenden sechs Jahre erster Feuerwehrmann im Dachauer Land sein.

„Was will ich Euch versprechen: Wer mich wählt, bekommt mich auch“, sagte Reischl kurz vor der Wahl bei seiner Vorstellung selbstbewusst. Nun, die ehrenamtlich Dienstleistenden in den 67 Landkreisfeuerwehren bekommen einen äußerst erfahrenen Feuerwehrmann. Reischl ist seit über 40 Jahren aktiver Brandschützer. Zwölf Jahre war er stellvertretender Kommandant der FFW Vierkirchen, sechs Jahre deren Kommandant. Fünf Jahre zeichnete er als Kreisbrandmeister für die Ausbildung und Sonderaufgaben verantwortlich, seit 13 Jahren ist er nun als Kreisbrandinspektor für den östlichen Landkreis verantwortlich.

Georg Reischl hat sehr starken Zuspruch bekommen

„Das Amt des Kreisbrandmeisters war nicht unbedingt das ganz große Ziel in meiner Lebensplanung“, gab Reischl zu. „Meiner Ansicht nach gibt es bei den Feuerwehren und in der Kreisbrandinspektion durchaus Talente“, die für den Job ebenfalls geeignet seien. Warum er trotzdem kandidiert hat? „Ich habe sehr, sehr starken Zuspruch bekommen von verschiedenen Seiten – von den Feuerwehren, den Bürgermeistern und auch aus den Reihen des Landratsamts“, so Reischl. Danach habe er mit seiner Familie und seinem Arbeitgeber gesprochen und sich dann zur Kandidatur entschlossen.

Der neue Spitzenfeuerwehrmann ist hauptberulich als Ingenieur bei der Bundesbank tätig. In Zukunft wird er dort in ein „Teilzeitarbeitsmodell“ einsteigen, wie er sagte. Überdies wird er ebenso in Teilzeit beim Landratsamt angestellt werden, allerdings freigestellt für seine Aufgaben als Kreisbrandrat.   

Seinem Vorgänger Bründler, der nun in der Abteilung Katastrophenschutz im Landratsamt arbeitet, war vorgeworfen worden, bei den Feuerwehren zu oft im menschlichen Bereich angeeckt zu sein. Bei Reischls Ansprache war klar herauszuhören, dass er genau das vermeiden möchte. Zwar werde es auch mit ihm „leidenschaftliche Diskussionen geben“, dann aber sagte er Sätze wie: „Ich werde alle Parteien anhören, und dann werden wir einen Weg gehen, mit dem jeder zufrieden sein kann.“

Was können die Feuerwehren also von Georg Reischl erwarten? „Ich sehe mich draußen vor Ort. Das liebe ich, das sind meine Stärken, glaube ich“, meinte er, und: „Ich komme raus, um Euch zu treffen, nicht um Euch zu bevormunden.“ Das Fazit: Wer Georg Reischl gewählt hat, wird Georg Reischl bekommen.

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