Geplanter Zusammenschluss der Sparkassen

Landsberger Landrat ist gegen die Fusion

Der Landrat von Landsberg, Thomas Eichinger (CSU), wird bei der Abstimmung des Kreistags über die geplante Fusion der Sparkassen Dachau, Fürstenfeldbruck und Landsberg-Dießen gegen den Zusammenschluss der Sparkassen stimmen. Dies bestätigte der Sprecher des Landratsamts Landsberg gegenüber den Dachauer Nachrichten.

Dachau/Landsberg – Ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG habe den betriebswirtschaftlichen Mehrwert eine Fusion auch für den Landkreis Landsberg bestätigt. Dennoch führte Eichinger als Gründe gegen die Fusion zum einen die Gefahr an, dass der Bezug zum Kunden und der identitätsstiftende regionale Bezug der Sparkasse Landsberg durch eine Fusion verloren ginge. Zum anderen würde der Landkreis im Verwaltungsrat der fusionierten Sparkasse stark an Einfluss verlieren. So soll der neue Verwaltungsrat 16 Mitglieder haben, der Landkreis Landsberg wäre nur mit einem Posten vertreten. Eichinger kritisiert darüber hinaus, dass der Vorsitz des Verwaltungsratsvorsitzenden der neuen Sparkasse zu häufig wechseln würde. Zwei Jahre soll diesen der Landsberger Oberbürgermeister innehaben, zwei Jahre lang der Dachauer Landrat. Danach käme Fürstenfeldbruck an die Reihe, dort soll die Funktion nach einem Jahr vom Oberbürgermeister auf den Landrat wechseln. Diese häufigen Wechsel würden die Kontrollmöglichkeiten gegenüber der Vorstand der neuen Sparkasse einschränken. Der Sprecher des Landrats weist auch darauf hin, dass die Sparkasse im letzten Geschäftsjahr erfolgreich gewirtschaftet habe und eine Fusion nicht zwingend notwendig sei. Die Sparkasse Landsberg strebe auch keine Rolle als Großbank an. Geschäfte, die eine Sparkasse nicht alleine schultern könne, könnten mit der Bayerischen Landesbank abgewickelt werden.

Die Abstimmung im Kreistag zur Fusion findet am Dienstag, 5. Juni, statt. Der Landrat hat eine von 61 Stimmen. Wie die Abstimmung ausgehen wird, kann der Landkreissprecher nicht prognostizieren. Sollte aber der Landsberger Kreistag gegen die Fusion stimmen, wäre die Fusion geplatzt. Bernhard Hirsch

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