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„Dachau handelt“ gemeinsam, aber selbstverständlich unter Einhaltung der Abstandsregeln. Am Donnerstagabend im Thomahaus präsentierte sich der Vorstand des neuen Gewerbeverbands (von links): Kassier Christian Tannek, Moderatorin Stefanie Zipfer, dritter Vorsitzender Ralf Weimer, stellvertretender Kassier Stefan Fichtl, Vorsitzende Isabel Seeber, stellvertretende Vorsitzende Susanne Reichl, Moderator und Vereinsbeirat Dominik Härtl sowie Schriftführerin Michaela Steiner.
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„Dachau handelt“ gemeinsam, aber selbstverständlich unter Einhaltung der Abstandsregeln. Am Donnerstagabend im Thomahaus präsentierte sich der Vorstand des neuen Gewerbeverbands (von links): Kassier Christian Tannek, Moderatorin Stefanie Zipfer, dritter Vorsitzender Ralf Weimer, stellvertretender Kassier Stefan Fichtl, Vorsitzende Isabel Seeber, stellvertretende Vorsitzende Susanne Reichl, Moderator und Vereinsbeirat Dominik Härtl sowie Schriftführerin Michaela Steiner.

Etablierung der Region als Marke

Gemeinsamer Gewerbeverband: „Dachau handelt“ in der Krise

Stadt und Landkreis Dachau haben jetzt einen gemeinsamen Gewerbeverband. Mit „Dachau handelt“ sollen Kräfte gebündelt und die Region als Marke etabliert werden.

  • Die Stadt und der Landkreis Dachau haben seit Donnerstagabend einen gemeinsamen Gewerbeverband.
  • Künftig werden mit „Dachau handelt“ die Kräfte gebündelt. 
  • Damit soll die Region als Marke etabliert werden.

Dachau – „Zusammen“ – das war das Schlüsselwort des Abends. Zusammenhalten und zusammen die Corona-Krise bewältigen sind die Ziele des für den neuen Gewerbevereins „Dachau handelt“, der sich am Donnerstagabend im Ludwig-Thoma-Haus präsentierte.

Unter der Moderation von Rechtsanwalt Dominik Härtl und Stefanie Zipfer von den Dachauer Nachrichten wurde deutlich, wie groß der Wille aller Beteiligten ist, gemeinsam in der Stadt Dachau und im Landkreis die Folgen der massiven, durch den Lockdown verursachten Einbußen zu bewältigen. Die Ortsgruppe „Die Münchner Straße“ des BDS (Bund der Selbständigen) und der LAD, der Werbegemeinschaft Leistung aus Dachau, haben sich daher, nach Jahrzehnten des nebeneinander Bestehens, zu einem neuen Verband der Gewerbetreibenden zusammen geschlossen.

Isabel Seeber, Vorsitzende der „Münchner Straße“ und jetzt auch die frisch gewählte Vorsitzende von „Dachau handelt“, erinnerte an die Anfänge der Initiative im März. Aus der „Schockstarre der ersten Tage“ habe sie sich langsam wieder gelöst und gemeinsam mit Kollegen Ideen entwickelt, wie Handel und Gewerbe aus der katastrophalen Situation herauskommen könnten. Eine große Hilfe sei dabei „unser Oberbürgermeister“ gewesen, der die Betroffenen ins Rathaus eingeladen habe zur gemeinsamen Beratung. „Das hat uns gezeigt: Man hat uns nicht vergessen!“

Während des Lockdowns wurde eine Plattform mit Informationen über Lieferdienste und Abholservices geschaffen

In wenigen Wochen wurde daraufhin eine Plattform geschaffen, auf der sich bisher 500 Betriebe registrierten. Sie informierte über Lieferdienste und Abholservice ebenso wie über die praktikable Umsetzung der Hygiene-Konzepte. Mit Unterstützung der Marketingagentur Weimer und Paulus, der Sparkasse und der Volksbank Raiffeisenbank, von Stadt und Landkreis und der Kreisstelle des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga sowie der Steuerberatungsgesellschaft SFS entstand schließlich die neue Initiative: „Dachau handelt“.

Landrat Stefan Löwl betonte die überregionale Stärke des Konzepts: „Die Leute gehen ja nicht nur in ihrer eigenen Gemeinde zum Einkaufen oder Essen.“ Und anders als die „großen Konkurrenten“ im Online-Handel bräuchten die Gewerbetreibenden hier am Ort dringend Unterstützung. „Wir müssen für unsere Händler was machen!“ Günstige Rahmenbedingungen aber auch finanzielle Hilfen seien nötig.

Oberbürgermeister Florian Hartmann hob ebenfalls die Bedeutung des örtlichen Handelns hervor: „Wichtig ist, die Regionalität als unsere Marke zu schaffen. Wenn wir die Kaufkraft nicht in unsere Innenstädte zurückgewinnen, sterben die Geschäfte und damit die Städte.“ Deshalb sei es gut, dass mit der überregionalen Idee von „Dachau handelt“ die Landkreisgemeinden eingebunden seien. „Stärke entwickelt sich, wenn man sich zusammen tut.“

„Stärke entwickelt sich, wenn man sich zusammentut“: Landrat Stefan Löwl (l.) und Oberbürgermeister Florian Hartmann unterstützen „Dachau handelt“.

Ralf Weimer war für die Händler von Beginn an Ratgeber und Hilfe

Das hat auch Susanne Reichl, die seit zehn Jahren Vorsitzende der LAD ist, positiv erfahren: „Wir arbeiten schon seit Jahren mit der Münchner Straße zusammen, etwa beim Gutscheinsystem. Aber jetzt mit der Vereinigung der beiden Organisationen hat es noch einmal eine besondere Bedeutung bekommen.“

Marketingexperte Ralf Weimer war für die Händler von Beginn an Ratgeber und Hilfe, auch in der Beschaffung von notwendigen Produkten wie Absperrbändern oder Aufklebern, mit denen auf die Abstandsregeln hingewiesen wird. Kleine und mittelständische Betriebe hätten in diesem Punkt zu Beginn der Krise einen klaren Nachteil gehabt gegenüber großen Firmen mit eigenen Marketing- und PR-Abteilungen.

Was als Krisen-Wegweiser begann, soll nun aber sukzessive weiter als Lokalmarke ausgebaut werden. Stefan Fichtl, Geschäftsführer der SFS und Vorsitzender der Feuerwehr Dachau, erläuterte die konkreten zukünftigen Projekte. So sei, unter anderem, eine „Dachau handelt Card“ geplant, also die Einführung eines gemeinsamen Gutschein- und Bezahlsystems, eine Jobbörse und ein „Mitarbeiter-Benefit-System“, das Arbeitgeber anbieten könnten.

Die Politik mit ins Boot nehmen

Bei allen Plänen sei es aber notwendig, „die Politik mit ins Boot zu nehmen“, so Fichtl. Das wurde an diesem Abend schon persönlich praktiziert, einmal durch den Wirtschaftsförderer Peter Freis aus Karlsfeld und seiner Kollegin Marlene Christ vom Landratsamt, die beide versicherten: „Wir ziehen alle an einem Strang!“ Und dann durch eine eingespielte Grußbotschaft des obersten Wirtschaftsförderer des Landes, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger persönlich. Der Minister lobte, dass mit diesem Verein „nicht gejammert, sondern gehandelt“ würde. „Gut, dass wir Leute wie Sie haben!“

Elfriede Peil

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