Scheckübergabe in der ITG-Aula: Prof. Hajo Schneck (mit Scheck) mit Sabine Kinseher (rechts daneben), den P-Seminar-Teilnehmern und den fleißigen Läufern.
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Scheckübergabe in der ITG-Aula: Prof. Hajo Schneck (mit Scheck) mit Sabine Kinseher (rechts daneben), den P-Seminar-Teilnehmern und den fleißigen Läufern.

294 Teilnehmer legen insgesamt 1987 Kilometer zurück – 22 364 Euro gehen an Interplast Germany

Grandioses Ergebnis beim ITG-Spendenlauf

1987 Kilometer – ungefähr die Strecke von Dachau nach Moskau – haben die 294 Teilnehmer des dritten Spendenlaufs nach 2003 und 2001 am Ignaz-Taschner-Gymnasium zusammenbekommen. In Bares umgerechnet waren das 22 364 Euro, die jetzt der Organisation Interplast Germany e.V. zugutekommen.

Dachau - Die Idee: Jeder Teilnehmer organisiert sich Sponsoren, die für jede auf der Laufbahn des TSV Dachau erlaufene Runde einen vorher festgelegten Betrag spenden. Mit der ITG-Spende kann ein kompletter zweiwöchiger Einsatz von sechs Ärzten und vier Krankenschwestern finanziert werden.

Das medizinische Team selbst verzichtet komplett auf das Honorar, nimmt für diese Zeit den kompletten Jahresurlaub und schenkt so unzähligen Menschen, vor allem Kindern, ein neues Leben. „Meistens operieren wir Mädchen. Die werden oft krank von ihren Familien zurückgelassen“, erzählte Prof. Dr. Hajo Schneck, der stellvertretend für Interplast für die Scheckübergabe nach Dachau gekommen war. Er bedankte sich für das große Engagement der Schülerinnen und Schüler.

Seit Ausbruch der Pandemie und den damit verbundenen Quarantäne-Auflagen wurde der Einsatz von Interplast unter anderem in Asien, Afrika und Südamerika abrupt gestoppt. Stattdessen förderte der Verein Schulen und Waisenhäuser und baute Sauerstoffanlagen. Schneck, Anästhesist und seit 1990 Mitglied von Interplast Germany, hofft, dass die OPs nächstes oder spätestens übernächstes Jahr wieder aufgenommen werden können.

Doch wie schafft es eine Dachauer Schule, über 22 000 Euro zusammenzubekommen? Möglich gemacht hat das die Sport- und Lateinlehrerin Sabine Kinseher, die mit ihrem P-Seminar Sport die Idee vom „Laufen für das Leben anderer“ in die Tat umgesetzt hat, wie Schulleiter Erwin Lenz betont. „Ihr wart großartig“, lobte Kinseher ihre Seminarteilnehmer in der Aula des Ignaz-Taschner-Gymnasiums in Anwesenheit der Läuferinnen und Läufer, die für ihren Fleiß nicht nur Urkunden bekamen. Für herausragende Leistungen hatten die P-Seminar-Teilnehmer über Familie, Freunde und Bekannte auch etliche tolle Sachpreise organisiert.   

Melanie Heitz aus der Q11 hatte allein 20 Sponsoren zusammengetrommelt, die für jeden erlaufenen Kilometer einen selbst gewählten Betrag spenden konnten. Die Geschwister Leonie und Benjamin Klein bekamen von ihren Sponsoren satte 1325 Euro, ein absoluter Rekord in diesem Jahr.

Die höchste Rundenzahl brachte Lennard Kausemann zusammen. 20 Runden lief der Abiturient, und das bei schlechtem Wetter. Insgesamt liefen alle Teilnehmer zusammen 3312 Runden. Die Klassen mit der höchsten Beteiligung waren die 5b, 5d und 6b.

Die Idee, Spenden für Menschen in Entwicklungsländern zu „erlaufen“, hatte Sabine Kinseher auch an ihren vorherigen Schulen. Am ITG hat sich die Begeisterung für das Projekt bereits manifestiert. Der nächste Spendenlauf kommt also bestimmt.

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