Baustelle bei Sonnenuntergang
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In Dachau-Süd sollen bald zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. (Symbolbild)

Elf Wohnungen für ein Haus

Am Heideweg in Dachau-Süd wird massiv nachverdichtet

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
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In Dachau-Süd sollen bald zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Dieses Projekt soll ein weiteres Beispiel dafür sein, wie Nachverdichtung funktioniert.

Dachau – Ein weiteres Beispiel dafür, wie Nachverdichtung funktioniert, ist bald am Heideweg 22 in Dachau-Süd zu besichtigen.

Wo bis vor kurzem ein Einfamilienhaus mit großem Garten stand, sollen nun – nach Abbruch des Hauses – zwei Mehrfamilienhäuser mit elf Wohneinheiten sowie einer Tiefgarage mit elf Stellplätzen entstehen.

Stadtrat Kai Kühnel (Bündnis für Dachau) betonte im jüngsten Bau- und Planungsausschuss in der vergangenen Woche zwar, dass sich die geplanten Häuser „weder in ihrer Größe, noch in ihrer Gestaltung in das Stadtbild fügen“. Ein „terrassiertes Mittelmeer-Haus“ passe schlicht nicht in die Nachbarschaft. Auch Oberbürgermeister Florian Hartmann bekannte, dass „das nicht besonders schön ist“.

Doch, so erklärte Bauamtsleiter Moritz Reinhold, müsse das Bauprojekt „als gerade noch zulässig erachtet“ werden. Das städtische Bauamt habe den Bauantrag „intensiv und beraten“ und auch die Umgebungsbebauung – mit Ein- und Zweifamilien- sowie Reihenhäusern und vor allem in der Eduard-Ziegler-Straße mit Mehrfamilienhäusern – zugrunde gelegt.

Das Ergebnis sei, dass sich das Bauvorhaben, das planungsrechtlich im sogenannten unbeplanten Innenbereich liege und nach Paragraph 34 des Baugesetzbuch (BauGB) zu bewerten sei, als genehmigungsfähig gelten müsse.

Klar, gab Reinhold zu, handle es sich bei dem Projekt am Heideweg in Dachau-Süd um eine „massive Nachverdichtung“. Gleichzeitig sollten sich die Stadträte schon einmal darauf einstellen: Durch die in diesem Sommer beschlossene Novelle der Bayerischen Bauordnung durch die Staatsregierung werden die vorgeschriebenen Abstandsflächen künftig noch weiter reduziert. Sprich, so Reinhold: „Es wird noch dichter.“

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