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Soll saniert werden: der Spielplatz am Wasserturm.

Spiel, Spaß und Sparzwang 

Hitzige Diskussion über Spielplatz am Wasserturm 

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Die CSU im Stadtrat möchte mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung von Spielplätzen. Die ÜB will am liebsten auch noch die Bürger einbinden bei der Entscheidung über Schaukel, Wippe und Co. Und die Kinder? Die müssen wohl erst mal warten.

Dachau – Sandkasten, Schaukel und Rutsche gehören zur Standardausrüstung auf Spielplätzen hierzulande. Wenn man dann noch ein Trampolin, einen Kletterturm und eine Wippe anschafft und die Anlage auch landschaftlich anspruchsvoll plant, kann die Sache jedoch schnell teuer werden.

Die CSU im Stadtrat stellte daher zuletzt mehrfach die Frage: Wie viel Geld wollen und können wir für unsere Spielplätze ausgeben? Muss so eine Anlage 150 000 Euro kosten oder reichen auch 70 000 Euro? „Das ist die Frage“, sagt Stadtrat Peter Strauch. Und weiß gleichzeitig: „Bei dem Thema kann man eigentlich nur verlieren. Denn da heißt es ja dann gleich: ’Die CSU will an Spielplätzen sparen!’“

Jüngster Zankapfel: die Sanierung des Spielplatzes am Wasserturm. Stefan Tischer, Leiter der Abteilung Stadtgrün und damit oberster Spielplatzplaner Dachaus, machte sich dazu seine Gedanken; dem Bauausschuss versprach er ein „spannendes Gelände mit verschiedenen Spielgeräten als i-Tüpfelchen“. Kostenpunkt: 150 000 Euro.

CSU-Stadtrat Strauch findet diese Vorgehensweise der Verwaltung fragwürdig: „Wir müssen ein Budget freigeben und wissen eigentlich gar nicht, was dafür kommt. Das Geld wird immer komplett ausgegeben!“ Viele von Strauchs Kollegen sahen dies ähnlich; die Entscheidung, wie teuer die Sanierung des Spielplatzes am Wasserturm werden darf, wurde vertagt. Erst muss die Stadtverwaltung drei mögliche Umbauvarianten – eine teure, eine billige und eine mittelpreisige – vorlegen. Auf dieser Basis soll dann eine Entscheidung über Rutsche, Wippe und Co. gefällt werden.

Die Überparteiliche Bürgergemeinschaft (ÜB) aber möchte die Sache nun ganz anders angehen. ÜB-Spielplatzreferentin Ingrid Sedlbauer stellte den Antrag, dass auch die Bürger in die Gestaltung des Spielplatzes am Wasserturm eingebunden werden sollen. Demnach solle der Sozialausschuss des Stadtrats ein Budget für die Anlage sowie eine Liste an Spielgeräten samt Preisangaben zusammenstellen, über die dann die Dachauer das letzte Wort haben. Laut Sedlbauer „wird damit den Wünschen und Bedürfnissen der künftigen Nutzer am besten Rechnung getragen“.

Die Resonanz auf den Vorschlag ist geteilt. CSU-Stadtrat Strauch findet: „Kann man machen, verkompliziert die Sache extrem.“ Außerdem wecke Bürgerbeteiligung „Begehrlichkeiten. Spielplätze haben wir nämlich viele“.

Ariane Jungwirth vom Stadtbauamt sagt ebenfalls: „Wir haben gute Erfahrungen mit Bürgerbeteiligungen.“ Allerdings werde die Umsetzung der Spielplatzsanierung dann „auf jeden Fall länger dauern“. Denn: Das „Know-how“ im Rathaus sei da. Das Personal habe allerdings nur limitierte Kapazitäten.

Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) würde daher am liebsten die bisherige Vorgehensweise beibehalten und Stefan Tischer die Spielplätze – inklusive Kostenplanung – umsetzen lassen. Tischer sei ein „absoluter Fachmann“, Kinder würden die Dachauer Spielflächen allesamt gut annehmen. Wenn der Stadtrat sich aber zu einer Bürgerbeteiligung – die Hartmann im Übrigen grundsätzlich gut findet – entscheiden sollte, dann sollten nach Meinung des OB auch nur die echten Nutzer der Anlage mitreden dürfen: die Kinder. Dies, so glaubt der OB, „gibt am Ende dann vielleicht ein paar Tränchen, weil wir nicht alle Wünsche erfüllen können. Aber am Ende wissen die Kinder: So funktioniert Demokratie“.

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