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Seine Stärke ist seine Nase: Barney fand die vermisste 54-Jährige. Mit auf dem Foto zu sehen sind Jürgen Römmler und Kathrin Jochum. 

54-jährige Dachauerin wurde von einem Flächensuchhund aufgespürt

Barney, ein Held auf vier Pfoten

Barney heißt der tierische Held, der bei dem Einsatz am Montag die vermisste 54-jährige Dachauerin aufgespürt hat. Der Suchhund konnte die Frau in einem Waldstück zwischen der Brucker Straße in Mitterndorf und Breitenau finden.

DachauDie Dachauerin, die auf fremde Hilfe angewiesen ist, wurde von Montagvormittag an vermisst. Die Polizei suchte nach ihr „mit allen zur Verfügung stehenden Kräften“, mit Hilfe eines Hubschraubers, zu Fuß und mit dem Fahrrad, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Außerdem waren die Wasserwacht mit einem Boot auf der Amper und Rettungshundestaffeln des Malteserhilfsdienstes Dachau, der FFW Aschheim, der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) Starnberg sowie der JUH Landsberg am Lech im Einsatz.

Barney, der zur DLRG-Rettungshundestaffel Starnberg gehört, fand die Vermisste um 19.30 Uhr, rund einen Kilometer von der Brucker Straße entfernt. Der zweieinhalbjährige Australian-Shepherd- Rüde beendete erst Mitte letzten Jahres seine Ausbildung zum Flächensuchhund bei seinem Besitzer Jürgen Römmler. „Ich habe den Welpen bekommen, als er gerade einmal acht Wochen alt war. Barney war der zweite Hund, den ich ausgebildet habe“, erzählt der 52-jährige Rettungsassistent und DLRG-Rettungshundeführer.

Nachdem Barney die 54-Jährige aufgespürt hatte, übernahm Jürgen Römmler gemeinsam mit der DLRG-Suchgruppenhelferin und Rettungsassistentin Kathrin Jochum die fachgerechte Erstversorgung der Vermissten. „Gesundheitlich war die Frau nicht beeinträchtigt, aber wir mussten sie verständlicherweise beruhigen, da sie die Situation sehr mitgenommen hatte“, meint Römmler, der noch einmal betont, dass die verschiedenen beteiligten Teams großartig zusammengearbeitet haben. „Wir waren letztlich nur diejenigen, die die Frau gefunden haben. Aber ohne die Zusammenarbeit aller Beteiligten wäre das schlichtweg nicht möglich gewesen.“

Denn bevor der Australian Shepherd zum Einsatz kam, übernahmen sogenannte Mantrailer oder auch Personenspürhunde die Eingrenzung des Suchgebiets. „Flächensuchhunde wie Barney zeigen jeden Menschen an, auf den sie treffen“, berichtet Walter Kohlenz, Sprecher der DLRG Starnberg. „Deshalb macht es natürlich auch keinen Sinn, diese Hunde in einem Gebiet einzusetzen, in dem sich viele Menschen aufhalten.“ Anders als Barney könnten Mantrailer laut Kohlenz eine ganz bestimmte Person aufgrund ihres Geruchs ausfindig machen – unabhängig von der Anwesenheit anderer Menschen.

„In diesem Fall konnten die Mantrailer ein Waldgebiet ausmachen, in dem die vermisste Frau mit großer Wahrscheinlichkeit erst vor kurzem gewesen sein musste“, sagt Kohlenz. In dem von Mantrailern eingegrenzten Suchgebiet werde dann die Stärke von Flächensuchhunden wie Barney ausgespielt. „In einem Waldgebiet sind die Flächensuchhunde natürlich genau richtig, weil sie ja gerade dazu eingesetzt werden, jeden Menschen auch in einem großen, unübersichtlichen Gebiet anzuzeigen“, erklärte der DLRG-Sprecher. Und umso schöner ist es für die Helfer, wenn die gesuchte Person „wohlauf“ ist – wie die Dachauerin am Montagabend.

Nathalie Neuendorf

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