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Bein gebrochen, abgemagert: Hexe erholt sich langsam. Aber ob das Bein gerettet werden kann, steht noch nicht fest. 

Besitzerin überglücklich

Hündin Hexe auf Odysee: So dramatisch verlief ihre Rettung 

Vier Tage lang ist die neun Monate alte Hündin Hexe südlich von Dachau umhergeirrt. Besitzerin Katrin Süßbauer suchte verzweifelt nach ihr. Inzwischen ist Hexe zu Hause – wenn auch verletzt.

Gröbenried – „Wir haben Hexe erst seit fünf Wochen“, erzählt Katrin Süßbauer aus Gröbenried. Hexe, das ist eine neun Monate alte Rhodesian-Ridgeback-Hündin. „Davor war sie vier Monate bei einer Familie, die sie vollkommen abgemagert und verängstigt zurück zur Züchterin gebracht hat.“ In ihrer neuen Heimat Gröbenried gewöhnte sich Hexe an ihr neues Leben, lief schon frei auf dem Grundstück herum. Patrick Vogt, Süßkinds Lebensgefährte, berichtet, dass Hexe nie Anstalten gemacht habe, wegzulaufen. Bis zu jenem Mittwoch vor zwei Wochen.

Süßkind erfuhr per Facebook, dass ein verletzter Ridgeback bei Gröbenried entdeckt wurde, der allein in Richtung B 471 lief. Schnell stellte sich heraus, dass es Hexe war. Sie und ihr Freund alarmierten ihre Freunde und starteten einen Facebook-Aufruf. Immer mehr Hinweise gingen ein, mehrere Menschen versuchten Hexe zu fangen – vergeblich. Das verängstigte Tier lief immer davon. Helfer und Suchhunde von einem Hundezentrum halfen – vergeblich. Hexes Mutter und Schwester wurden gebracht, die die Spur aufnehmen konnten, sie aber wieder verloren.

Hexes Wunden eiterten furchtbar

Den rettenden Hinweis gab ein Bekannter von Süßbauers Nachbarn am Sonntag darauf: Er habe Hexe in der Nähe des Karlsfelder Bahnhofs gesehen. Patrick Vogt fuhr mit einem Freund sofort hin. Nach kurzer Suche entdeckten sie Hexe in einem 1,80 Meter tiefen Graben. Sie schlichen sich an und schafften es, das scheue Tier in eine Decke zu wickeln und ins Auto zu bringen. Vogt und Süßbauer waren überglücklich, auch wenn Hexe in einem furchtbaren Zustand war: Elle und Speiche der linken Vorderpfote waren gebrochen und hatten die Haut durchstochen, zwei Zähne waren ausgeschlagen, die Wunden eiterten furchtbar.

In der Tierklinik wurde Hexe sofort behandelt. Noch ist ungewiss, ob das Bein gerettet werden kann. 3500 Euro kostete die Behandlung bisher. Doch das ist nebensächlich für Katrin Süßbauer. „Wir sind überglücklich, dass Hexe wieder da ist und wollen allen, die mitgesucht haben, von ganzem Herzen danken.“

mas

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