Leere Räume, aber kein Stillstand: Anima-Geschäftsführer Wolfgang Perret und sein Team haben reichlich Ideen für jetzt und die Zukunft.
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Leere Räume, aber kein Stillstand: Anima-Geschäftsführer Wolfgang Perret und sein Team haben reichlich Ideen für jetzt und die Zukunft.

Kein Stillstand im Fitnessstudio

Im Anima ist es Zeit für Ideen und Konzepte

Seit Monaten ist „Anima finest Sports&Spa“ in Dachau geschlossen. Doch hinter den Türen arbeiten die Verantwortlichen an neuen Konzepten. Ans Aufgeben denkt niemand.

Dachau – Dankbar über die die staatliche Unterstützung und das Instrumentarium der Kurzarbeit ist Wolfgang Perret, Geschäftsführer und Mitinhaber des „Anima finest Sports&Spa“ in Dachau. Dass bei weitem nicht alles so rund läuft, wie von der Regierung in den Medien kolportiert wird, merkt auch Perret. Von den beantragten November- und Dezemberhilfen hat er bisher lediglich 20 Prozent erhalten.

„Unbürokratisch und schnell stimmt nicht“, erzählt Perret, der alles über seinen Steuerberater laufen lässt. Wegen der neukonzipierten Vorgaben unter Berücksichtigung des EU-Rechts und der dadurch massiv gestiegenen Anforderungen müssen sich seine Steuerprofis erstmal durch das Vorschriften-Dickicht kämpfen.  

Perret geht bei seinen Angestellten, die in Kurzarbeit sind, in Vorleistung. Zusätzlich stockt er das Kurzarbeitergeld noch freiwillig auf, damit alle gut über die Runden kommen. „Für kleine Geschäfte ist das aber ein Problem, auch die fehlenden Hilfen“, sieht Perret die Situation kritisch und befürchtet, dass einige Mitbewerber in der Branche die Krise nicht überstehen werden.

Im Anima ist man allerdings optimistisch und „sehr aktiv“, wie Wolfang Perret die derzeitige Lage im Lockdown beschreibt. Obwohl sein Studio seit Monaten zu bleiben muss, gibt es für das Team keinen Stillstand. Die Kurse laufen online weiter, es wird renoviert, neue Konzepte werden entworfen, an neuen Ideen gebastelt. „Denn Trübsal blasen ist nicht unser Ding“, erklärt der Fitnessprofi seine tägliche Motivation, von der auch die Mitglieder profitieren.

30 Kurse pro Woche – von morgens bis abends – ermöglichen es den Anima-Mitgliedern trotz des Lockdowns weiter Sport zu treiben und Kontakt zu ihren Trainern zu halten. Wenn auch nur online – aber das hilft vielen Teilnehmern sehr, um physisch und psychisch gut durch die Krise zu kommen.

Neben den Live-Streams gibt es Sammelbestellungen für Fitnessgeräte zum Selbstkostenpreis, Leihgeräte und natürlich das Click&Collect-System im Webshop. Wolfgang Perret und sein Team arbeiten derzeit auch noch an einem neuen Konzept. Geplant ist der Start einer Rehasportgruppe zum 1. April, der Zertifizierungsprozess ist in vollem Gange. Ab dann soll es möglich sein, auf Grund ärztlicher Verordnung im Anima selbst zu trainieren – in Bereichen wie Orthopädie oder Herz-Kreislauf in Form von Gruppenkursen. Näheres soll in Kürze auf der Homepage des Anima zu erfahren sein.  

Parallel dazu arbeitet das gesamte Team an der Wiedereröffnung, die sich Wolfgang Perret im „März, April oder Mai“ erhofft. Bis dahin versucht das Anima-Team alles, um die Mitglieder zu unterstützen. Und die Mitglieder stehen auch voll hinter ihrem Anima. Bis auf die „natürliche Fluktuation“, so Perret, verzeichnet das Anima keinen großen Mitgliederschwund. „Wir haben einen festen Stamm, der eisern zu uns hält“, freut sich Wolfgang Perret. Und das ist besonders jetzt enorm wichtig, denn das übliche Neukundengeschäft im Winter ist lockdownbedingt so gut wie ganz weggebrochen. Ein Problem, das viele Fitnessstudios dieses Jahr vermutlich zur Aufgabe zwingen wird.

sim

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