Es wird schön, wenn es denn einmal fertig wird: das Dachauer Hallenbad, seit über drei Jahren eine Baustelle.
+
Es wird schön, wenn es denn einmal fertig wird: das Dachauer Hallenbad, seit über drei Jahren eine Baustelle.

Hallenbad: Dachauer Dauerbaustelle

Im Frühjahr kommen die Fenster

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
    schließen

Dachau – Trotz Winterwetter herrscht am Dachauer Hallenbad kein Stillstand. Wie die Stadtwerke erklären, wurde zuletzt eine sogenannte Pfosten-Riegel-Fassade errichtet. Zudem würden die Holzbinder der Dachkonstruktion verstärkt.

Die Verstärkung ist laut Stadtwerke aus statischen Gründen erforderlich, „da die Fassade ansonsten bei schwierigen Witterungsverhältnissen mit zu großen Torsionskräften beansprucht werden würde“. Wenn die Verstärkung der Dachkonstruktion abgeschlossen ist, soll die Verglasung eingebracht werden.

Dass überhaupt über derartige, vergleichsweise kleine Baufortschritte berichtet werden muss, liegt an der Tatsache, dass sich das Dachauer Hallenbad – trotz oder vermutlich gerade wegen seiner ausgefallenen Architektur – zur Problem-Baustelle Nummer eins der Stadt auswächst. Das Bauwerk, das eigentlich seit Ende 2019 fertig sein sollte, erhitzt mit immer neuen Pannen und Verzögerungen und damit einhergehend auch einer massiven Kostensteigerung die Gemüter der Bürger. Aktuell scheint eine Eröffnung im Herbst 2022 realistisch. Statt geschätzter Kosten von rund 20 Millionen Euro sprechen die Verantwortlichen mittlerweile von 25 Millionen Euro.

Um sich zumindest einen Teil der Mehrkosten wieder zu holen, haben die Stadtwerke Klagen gegen einige der beteiligten Baufirmen angestrengt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare