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Gewerbegebiet Dachau-Ost

Noch ein neues Hotel – mit 200 Zimmern

Im Gewerbegebiet Dachau Ost soll ein neues Hotel gebaut werden. Wieder ein großes Hotel wieder von einer Kette, wieder mit vielen Parkplätzen. Die Politiker im Bauausschuss waren davon gar nicht begeistert. Aber erlauben mussten sie es trotzdem.

Von Nina Praun

Dachau– So ist das nun mal mit einem Bebauungsplan: Alles, was darin erlaubt ist, muss erlaubt werden. So nun wieder geschehen im Gewerbegebiet Dachau Ost. Ein Antragsteller will ein Hotel mit 200 Zimmern bauen, auf dem Grundstück an der Alten Römerstraße und Siemensstraße – wohl ähnlich dem Hotel, das vor etwa zwei Jahren in der Newtonstraße eröffnet wurde, nur etwa 500 Meter entfernt von dem neuen Hotelstandort. Genau diesen Punkt sprach Wolfgang Moll (parteilos) in der Sitzuung des Bauausschusses am Dienstagnachmittag an: „Wurde das denn mit der Wirtschaftsförderung abgesprochen?“ Oberbürgermeister Florian Hartmann entgegnete seufzend, dass er wohl wisse, dass gerade „die kleineren Hotels in Dachau das alles andere als begrüßenswert finden“, speziell dann, wenn es Filialen von großen Ketten sind, die dann in Dachau nicht einmal Gewerbesteuer zahlen. Doch: Diese Art der Nutzung ist in dem Bebauungsplan zulässig. Also kann die Stadt nichts dagegen unternehmen.

Auch Wirtschaftsreferent Florian Schiller (CSU) wies darauf hin: „Wenn das unser eigens Grundstück wäre, wäre dies nicht unser Wunsch-Gewerbe. Ist es aber nicht.“ Problematisch sah er allerdings die Parkplätze an: 154 KfZ-Parkplätze und zwei Busparkplätze sollen dort entstehen, alle oberirdisch. Schiller schlug vor, ob dort nicht eine Tiefgarage eingeplant werden könnte. Doch Bauamtsleiter Michael Simon sah da wenig Chancen. Als Norbert Winter (Bürger für Dachau) klipp und klar anfragte: „Welchen anderen Weg gibt es, solche Stellplätze zu verhindern?“, antwortete Simon nur kurz und knapp: „Bessere Bebauungspläne machen.“

Damit war das Thema dann auch durch. Dem Vorbescheid wurde grundsätzlich ohne Gegenstimme zugestimmt. Allerdings soll das Gebäude nicht, wie gewünscht, 13 Meter hoch werden, und die Stellplätze hin zur Alten Römerstraße sollen auch nicht erlaubt werden.

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