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Er war einer von 18 000 im Außenlagerkomplex Allach: Nick Hope zeigt seine Häftlingsmarke.  

Gedenkstätte: Einmalige Ausstellung

Original-Zeugnisse von einem Ort des Leids

Am Montag wird die Sonderausstellung „Zeitspuren. Der Außenlagerkomplex Allach“ in der KZ-Gedenkstätte Dachau für Besucher geöffnet.

  • Neue Sonderausstellung in der Dachauer KZ-Gedenkstätte
  • 100 Fundstücke aus dem KZ-Außenlager Allach
  • Ein Ort des Leids mit überwiegend jüdischen Häftlingen

Dachau/Karlsfeld – Die Ausstellung zeigt etwa 100 Funde, die das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege auf dem einstigen Lagergelände der Münchner Siedlung Ludwigsfeld bei Grabungen 2016/2017 geborgen hat. Fotografien, Pläne, originale Filmaufnahmen sowie Zeitzeugenberichte ergänzen die Ausstellung.

 In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs wurden mindestens 18 000 Männer und Frauen aus den von Deutschland und seinen Verbündeten besetzten Gebieten Europas zur „Vernichtung durch Arbeit“ in den Außenlagerkomplex Allach verschleppt. Dazu gehörte das 1944 eingerichtete Lager der Organisation Todt, das OT-Lager Karlsfeld. Dort befanden sich überwiegend jüdische Häftlinge, darunter einige Frauen. Es war ein Ort des Leids. Die KZ-Häftlinge mussten Flugzeugmotoren für BMW herstellen und unter katastrophalen Arbeitsbedingungen einen Rüstungsbunker errichten.

 Über 1000 Objekte aus der KZ-Zeit und den Nachnutzungen des Areals wurden 2016 und 2017 gefunden. Es handelt sich um die bis heute wichtigste zeitgeschichtliche Grabung in Bayern, sowohl was die Bedeutung der Objekte wie auch was die Größe des Grabungsfelds betrifft. Ein Forschungs- und Ausstellungsteam hat sich auf Spurensuche begeben.

Knapp 100 Fundstücke stehen im Zentrum der Ausstellung. Diese Auswahl zeugt eindringlich vom schmalen Grat zwischen Leben und Sterben der Gefangenen, den Gewalterfahrungen und der Befreiung der KZ-Insassen vor 75 Jahren.

Die Gedenkstätte wird immer digitaler. Die virtuelle Eröffnung der Ausstellung fand bereits am 8. Mai statt. Auf der Website der KZ-Gedenkstätte Dachau sind weitere Informationen zur Ausstellung sowie zur virtuellen Eröffnung abrufbar (www.kz-gedenkstaette-dachau.de). Die Sonderausstellung ist jeden Tag von 9 bis 17 Uhr geöffnet, allerdings kann es wegen der aktuellen Corona-Bestimmungen für Besucher zu Wartezeiten kommen. 

mm

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