Auch heuer keine Weihnachtsbeleuchtung

Es bleibt „dumpa“ in der Münchner Straße

Im Vierten Jahr in Folge wird es in der Münchner Straße in den Bäumen keine Weihnachtsbeleuchtung geben. Immerhin kommt Bewegung in die Angelegenheit. Ein Problem bleibt noch: die Stromversorgung.

Dachau – In der Münchner Straße gibt es heuer wieder keine Weihnachtsbeleuchtung in den Bäumen – es ist bereits das vierte Jahr in Folge. Das wurde jetzt im Haupt- und Finanzausschuss bekannt. Es scheitert an der Technik, die Lichterkette anzuschließen, sagt die Stadt. Außerdem gibt es auch noch gar keine neue Lichterkette – bis November schafft es die Stadt nicht mehr, eine zu kaufen.

Die alte Lichterkette ist seit Jahren marode. Im vergangenen Jahr haben die Geschäftsleute der Münchner Straße zu sammeln begonnen: Für eine neue Lichterkette, bis zu 100 000 Euro sollte sie kosten. Die Hälfte davon hätte die Stadt übernommen, die andere Hälfte die Interessensgemeinschaft Münchner Straße. Der Großteil des Geldes wäre jetzt zusammen, sagt Kämmerer Thomas Ernst. „Mit den Spenden für die Tombola an der Langen Tafel haben wir wahrscheinlich an die 40 000 Euro zusammen“, sagt die Vorsitzende der Interessensgemeinschaft, Isabel Seeber.

Doch niemand hat eine neue Weihnachtsbeleuchtung gekauft. Außerdem fehlt ein Stromanschluss dafür in der Münchner Straße.

In den vergangenen Jahren wurde die Beleuchtung an die Straßenlaternen angeschlossen: „Aber das ist jetzt technisch und rechtlich nicht mehr möglich“, sagt Ernst. Das haben ihm die Stadtwerke so mitgeteilt. Deshalb kam Mitte des Jahres ein anderer Vorschlag auf den Tisch: Das Lichtermeer könnte ja an Privathäuser angeschlossen werden. Aber auch diese Idee hat die Stadt wieder verworfen: „Wir wollen uns nicht von privaten Hauseigentümern abhängig machen“, sagt Thomas Ernst.

Zudem sei der Aufwand zu groß: Die Stadt müsste jedes Jahr aufs neue Kabel zu den Häusern verlegen und mit den Hausbesitzern verhandeln. Deshalb schlug Ernst eine dritte Variante vor: Die Stadt könnte fünf Stromverteilerkästen für rund 50 000 Euro errichten, um die Lichter an den Bäumen zum Glitzern zu bringen. Das wäre eine Möglichkeit, aber dafür ist es jetzt schon zu spät. Denn erst muss noch eine neue Lichterkette her. „Dafür müssen wir aber noch Angebote einholen“, sagt Ernst. Bis November klappt das auf keinen Fall mehr.

Der Ausschuss hat sich einstimmig dafür entschieden, weitere Möglichkeiten eines Stromanschlusses und die damit verbundenen Kosten zu prüfen. Denn auch bei der Langen Tafel oder anderen Veranstaltungen könnten die Teilnehmer auf dieses Stromnetz zurückgreifen. Mit den neuen Verteilerkästen könnte die Stadt außerdem die E-Mobilität mit neuen Ladesäulen in der Münchner Straße fördern.

Aber das ist alles Zukunftsmusik. Denn fest steht: Heuer können die Geschäftsleute der Münchner Straße wieder das Weihnachtslied „Es wird scho glei dumpa“ singen.

ans

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