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Irmgard Reichl prägte über Jahrzehnte das musikalische Geschehen in Heilig Kreuz. Nun verabschiedet sie sich.    

Festgottesdienst am Ostermontag

Irmgard Reichl verlässt Heilig Kreuz: „Blicke voller Dankbarkeit zurück“

Irmgard Reichl verabschiedet sich beim Festgottesdienst am Ostermontag nach fast 29 Jahren von der Pfarrei Heilig Kreuz. Die Kirchenmusikerin hat die Pfarrgemeinde geprägt, wie kaum jemand sonst.

Dachau Mit dem großen Festtagsgottesdienst in der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Dachau-Ost ist am Ostermontag, 2. April, um 10 Uhr die berühmte „Cäcilienmesse“ von Charles Gounod für Soli, Chor und großes Orchester zu hören. In dem Gottesdienst verabschiedet sich die langjährige Kirchenmusikerin und Dekanatsmusikpflegerin Irmgard Reichl von ihrer Kirchengemeinde sowie zahlreichen Kirchenmusikfreunden. Der offizielle Abschied in den Ruhestand erfolgt am 1. Mai. Die Nachfolge wird Norbert Englbrecht übernehmen.

Seit Juli 1989 hat die hauptamtliche Kirchenmusikerin das kirchenmusikalische und kulturelle Leben in Heilig Kreuz und in der Stadt Dachau wesentlich mitgeprägt. „Ich blicke voller Dankbarkeit auf meine Zeit in Heilig Kreuz zurück und nehme viele besondere Erinnerungen mit“, so Reichl, wobei die Weihe der Orgel im September 1999 für die Musikerin ein Höhepunkt in ihrem beruflichen Wirken in Heilig Kreuz gewesen sei und die dazugehörige Spendensammlung dem „beispiellosen Zusammenwirken Aller in der Gemeinde zu verdanken ist“, so die gebürtige Oberpfälzerin.

Zum Abschied dankt Reichl mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ nicht nur allen Sängern und Musizierenden, sondern auch allen weiteren Mitwirkenden und nicht zuletzt der Gemeinde und den Spendern, die den Förderverein Kirchenmusik Heilig Kreuz unterstützen. Einen besonderen Dank widmet sie auch ihrem Mann Josef Reichl, der nicht nur in den Festgottesdiensten und Kirchenkonzerten mitmusizierte und sie mit seinem Orgelspiel unterstützte.

Auf die Nachfrage, ob es bereits Pläne für den Ruhestand gibt, antwortet die Musikerin, dass sie jedenfalls nicht untätig sein wird – „die Musik wird auch weiterhin mein Leben bestimmen“. Die Freude darauf, mehr Zeit für sich, für Freunde und für die Musik und das Orgelspielen zu haben, sei groß, doch auch der Kontakt zur Pfarrei und zu den Menschen vor Ort soll aufrecht erhalten werden. Trotz vieler emotionaler Momente während der letzten Proben und Aufführungen gehe sie „mit einem tiefen inneren Frieden und ist offen für Neues in ihrem nächsten Lebensabschnitt“, so Reichl.

Zur Kirchenmusik in der Pfarrkirche am Ostermontag erklingen neben der Cäcilienmesse unter anderem der „Psalm 150“ für Chor, Orchester und Orgel von Cesar Franck und das „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel“. Der Chor und das Orchester von Heilig Kreuz musizieren unter der Leitung von Irmgard Reichl.

Auch an den Kartagen und am Ostersonntag lädt die Pfarrei Heilig Kreuz zu festlichen Gottesdiensten ein. Am Karfreitag um 15 Uhr findet die Karfreitagsliturgie mit dem Chor Heilig Kreuz statt. Am Karsamstag, 31. März, um 21 Uhr lädt die Feier der Osternacht mit Chorsätzen von Adolf Lohmann, Karl Kraft und Henry Carey sowie Kantorengesängen und festlicher Orgelmusik. Unter der Leitung von Irmgard Reichl musiziert der Chor Heilig Kreuz. Am Ostersonntag um 10 Uhr findet der Familiengottesdienst als Wortgottesfeier mit Kommunionausteilung mit der Bläsergruppe Heilig Kreuz ebenfalls unter Leitung von Irmgard Reichl statt. Patrizia Kratz

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