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Die Tauben helfen Aschenbrödel beim Linsen-Picken: Die jungen Darsteller des „Theaters am Stadtwald“ begeisterten mit ihrer Version des Märchens „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. 

Jugendbühne des Theaters am Stadtwald

Drei Haselnüsse und 25 Kinder

Die Jugendbühne des Theaters am Stadtwald bringt in der Vorweihnachtszeit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ als Musical auf die ASV-Bühne. Die Aufführung ist einfach märchenhaft!

Dachau – Über 100 Premierenzuschauer von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im ASV-Theater haben ein 360-Grad-Musical erlebt: Denn zum Schluss sangen die jungen Darsteller zwischen und hinter den Stuhlreihen ihr Lied, bevor es für alle darsteller, prinzessinnen, Mäuse, Tauben und ein Pferd, noch einmal zum Finale auf die Bühne ging. Die kleinen und großen Besucher klatschten im Takt und zeigten mit Applaus ihre Begeisterung – Alexander Langer und Daniela Rothe, Leiter der Jugendbühne des Theaters am Stadtwald, konnten stolz auf ihre jungen Schützlinge sein. 25 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren lieferten mit ihrer märchenhaften Darbietung einen kurzweiligen Nachmittag.

Das vorlaute Pferd (Thilo Oehler), die weise Eule Rosalie (Milena Pauli) und die zwei frechen Mäuse Justus und Fridolin (Logan Parkes und Robert Ehrt) erzählen gemeinsam mit Knecht Valentin die Geschichte von den drei Haselnüssen für Aschenbrödel. Wie im bekannten Film, der in der Weihnachtszeit gleich mehrmals über die TV-Bildschirme flimmert, lebt auch beim Märchen des ASV Dachau Aschenbrödel (Nina Steiner) mit ihrer gemeinen Stiefmutter und ihrer verwöhnten Stiefschwester Dorchen auf dem Gutshof ihrer verstorbenen Eltern. Dort muss sie genau wie Knecht Valentin und die Magd Frieda (Delia Layouni) kochen, putzen und waschen.

„Doch was wäre ein Musical ohne Musik“, fragt Knecht Valentin – die wohl anspruchsvollste Rolle, super umgesetzt von Lea Matthes. Mit den gesungenen Zeilen „Aschenbrödel, mach mal hin“ zeigen die Darsteller, wie gemein Stiefmutter und Stiefschwester Aschenbrödel behandeln. Bei „Ein Hoch auf ihre Majestät“ wurde klar, wie sehr das Königspaar und der Prinz verehrt wurde. „Ich werd’ Schwiegerkönigin“ sang die in Königsblau gekleidete strenge Schwiegermutter – super gespielt von der 17-jährigen Franziska Weingärtner – die um jeden Preis ins Schloss einziehen will. Nachdem sich der Prinz als Jäger und Aschenbrödel zufällig im Wald treffen und sich verlieben, kommt es zum gefühlvollen Duett „Was ist das nur, wer kann das sein“.

Aschenbrödel will also unbedingt ins Schloss und den Prinzen kennenlernen. Doch nachdem das Königspaar zur Brautschau eingeladen hatte, verbietet die Schwiegermutter Aschenbrödel mitzukommen. Sie gibt ihr die Aufgabe, schlechte von guten Linsen zu trennen. Zum Glück kommen ihr die sechs tänzerischen Tauben zu Hilfe. Knecht Valentin bringt Aschenbrödel drei Zauber-Haselnüsse, die ihr drei Wünsche erfüllen.

Nachdem mit dem Lied „Simsalabim“ und einer Tanzeinlage geklärt ist, wie der Zauber entfacht wird, kommt Aschenbrödel doch noch an ein Ballkleid. Nach der Pause verwandelte sich das Bühnenbild des Gutshofes mit Pferdestall und Wald in einen festlichen Ballsaal mit hohen Säulen. Als die aufdringlichen Versuche der Mutter, ihre Tochter mit dem Prinzen zu verkuppeln, scheiterten, kommt Aschenbrödel in den Saal. Der noch zuvor genervte und bockige Prinz – gekonnt gespielt von Sandro Heidenreich – ist nun ganz angetan vom Tanzen. Doch Aschenbrödel muss fliehen und verliert dabei ihren Schuh. Nachdem das Pferd und der Knecht den Prinzen mit einem Lied überreden, nach seiner Prinzessin zu suchen, kommt es im Gutshof zur Schuh-Anprobe. Klar, dass der Schuh Dorchen nicht passt. Am Ende ist die Schwiegermutter trotzdem glücklich, weil durch Aschenbrödel sie ja nun doch Schwiegerkönigin wird.

Am Ende hatte Knecht Valentin noch eine Botschaft an die Eltern: „Wir alle sind Märchenerzähler. Erzählen Sie Märchen!“

Weitere Aufführungen

der „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gibt es an Samstag, 16., und Sonntag, 17. Dezember, sowie am Samstag, 23. und 24. Dezember. Beginn ist jeweils um 13 Uhr, Einlass ab 12.30 Uhr. Der Eintritt kostet 6 Euro. Karten gibt es bei der Dachauer Rundschau oder an der Tageskasse.

Von Miriam Kohr

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