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Stadt will Geld vom Landkreis

Wer mitmacht, soll auch zahlen

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Wer soll für das Defizit aufkommen, dass die Dachauer Jugendfreizeitcard verursacht? Jedenfalls teilweise der Landkreis, findet der Familien- und Sozialausschuss der Großen Kreisstadt.

Dachau – Die Jugendfreizeitcard der Stadt Dachau ist eine tolle Sache! Für 25 Euro Jahresgebühr können Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren Familienbad, Hallenbad, Bücherei und Kunsteisbahn ohne jede weitere Zuzahlung nutzen. Der Clou: Das Angebot gilt nicht nur für Kinder aus der Stadt, sondern aus dem ganzen Landkreis.

Bislang, so berichtete es die Verwaltung dem Familien- und Sozialausschuss, sei die Teilnahme der Landkreis-Kinder an diesem Stadt-Angebot „kein Thema“ gewesen. Doch mit der deutlichen Erhöhung der Hallenbadgebühren im vergangenen Januar habe ein „regelrechter Run“ auf die Jugendfreizeitcard der Stadt Dachau eingesetzt.

Die Folge: Die vielen jugendlichen Karteninhaber, die vom vergünstigten Eintritt in das Bad profitieren, bedeuten für die Stadtwerke als Bad-Betreiber weniger Einnahmen. Oder, wie es Jürgen Kuhr vom Sozialamt formuliert: „Jede Karte stellt ein Defizit für das Hallenbad dar.“ Bislang regelten Stadt und Stadtwerke die Verrechnung des entstandenen Minus intern. Weil aber auch immer mehr Kinder aus dem Landkreis die Freizeitcard kaufen und damit in den Genuss eines verbilligten Eintritts kommen, will die Stadt – verständlicherweise – nun eine entsprechende Kompensation vom Landkreis.

Kuhr zufolge habe das Landratsamt die Anfrage der Stadt „grundsätzlich positiv“ beschieden. Das Angebot, pro Landkreis-Kind einen Ausgleich von 4 Euro zu zahlen, halten die Dachauer jedoch für völlig unzureichend. Die Jugendreferentin des Stadtrats, Luise Krispenz (Grüne), nannte die Reaktion des Landkreises „mehr als enttäuschend“. Ihr Kollege Michael Eisenmann (Bündnis) betonte: „Wenn jemand aus dem Landkreis die Karte haben will, dann soll der Landkreis auch den vollen Betrag dafür zahlen!“

Am Ende einigte sich der Familien- und Sozialausschuss auf eine deutliche Ansage in Richtung Landratsamt: Entweder der Kreis zahlt pro Karte eines Landkreis-Kindes 25 Euro, oder das Angebot gilt künftig nur noch für Kinder aus der Stadt.

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