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Wie man Groß und Klein gesundes Essen schmackhaft macht

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Die beiden Gründerinnen von Healthy Schnitzel: Andrea Matz (l.) und Julia Trejo.
Die beiden Gründerinnen von Healthy Schnitzel: Andrea Matz (l.) und Julia Trejo.

Gesundes Essen, das schmeckt – das liegt Julia Trejo (40) und Andrea Matz (32) aus Dachau am Herzen. Deswegen haben die beiden vor über zwei Jahren einen Blog ins Leben gerufen: „Healthy Schnitzel“.

Dachau Auf der Seite gibt es jede Menge Rezepte und Wissenswertes rund ums Thema Ernährung. Wir sprachen mit den beiden Mamas über ihr Hobby.

-Stellt Ihr Euch beide kurz vor?

Julia: Wir kommen beide aus Dachau, sind hier zur Schule gegangen und wohnen gerne hier. Andrea ist gelernte Bankkauffrau, ich bin Dolmetscherin. Kennengelernt haben wir uns über unsere Männer, die zusammen beim FC Pipinsried Fußball gespielt haben. Seitdem sind wir sehr gut befreundet. Seit wir beide Mamas sind, Andrea hat zwei Söhne und ich habe einen, haben wir natürlich noch mehr Themen, über die wir uns unterhalten und austauschen können.

-Wie seid Ihr auf die Idee mit dem Blog gekommen? Und auf den Namen?

Andrea: Da wir uns beide für gesunde Ernährung interessieren, haben wir sehr oft Rezepte ausgetauscht und uns irgendwann einmal überlegt, das alles aufzuschreiben. Zuerst nur für uns, aber da wir oft auch von Freunden oder Kolleginnen nach Rezepten gefragt wurden, kam uns die Idee mit dem Blog. Das machen wir nun seit April 2015, und mittlerweile haben wir schon richtig viele Posts auf unserem Blog, dass wir dort selbst auch gern mal nachschauen, was man mal wieder kochen könnte... Der Name „Healthy Schnitzel“ steht für gesundes Essen, das schmeckt. Healthy für gesund und Schnitzel für lecker – darum geht es auch auf unserer Seite.

-Wer macht was bei Euch?

Julia: Wir machen beide alles. Wir haben nicht streng festgelegt, wer die Texte schreibt oder die Fotos macht. Wenn wir eine Idee für einen neuen Blogpost haben, besprechen wir das kurz und dann schreibt einer von uns den Artikel, macht Fotos und stellt den Beitrag ein. Das ist für uns keine Arbeit, wir machen es aus Spaß und sehen das alles locker.

-Was kann man auf Eurer Seite alles entdecken?

Eines der Rezepte: ein grüner Smoothie aus Äpfeln, Bananen und Spinat und Salatgurke – als „Monster“ schmeckt’s prima!
Eines der Rezepte: ein grüner Smoothie aus Äpfeln, Bananen und Spinat und Salatgurke – als „Monster“ schmeckt’s prima!

Andrea: Es geht nicht nur um Rezepte, sondern auch um Ernährung im allgemeinen, gesunde Gewürze wie Kurkuma oder Proteine, die für Sportler ja oft wichtig sind. Aber auch Restaurants-Tipps oder kleine Do-it-Yourself-Tutorials wie zum Beispiel selbstgemachte Lippenpflege geben wir weiter.

-Wie ist das Feedback der User?

Andrea: Wir bekommen viele Mails von Lesern, die unsere Rezepte nachgekocht haben, deren Kinder jetzt auch öfter – dank unserer Rezepte – etwas Obst und Gemüse essen oder die einfach Spaß daran haben, auf unserem Blog zu lesen. Das freut uns natürlich sehr.

Julia: Es gibt bestimmt Leute, die unseren Blog für überflüssig halten, aber es wird ja niemand zu etwas gezwungen, und das viele positive Feedback hat uns darin bestätigt, weiterzumachen. Wir sind nicht perfekt und wollen niemanden belehren, wir geben lediglich Tipps und Tricks, wie man seinen Alltag vielleicht ein kleines Bisschen gesünder gestalten kann.

Andrea: Und wenn unser Blog dazu führt, dass jemand zum Beispiel etwas weniger Zucker isst und stattdessen beispielsweise mit Kokosblütensirup süsst, dann finden wir, hat es sich schon gelohnt.

-Habt Ihr Zahlen über die Seitenaufrufe?

Julia: In den Zeiten, in denen wir sehr viel bloggen, steigen natürlich automatisch auch die Nutzerzahlen. Wir hatten schon Wochen mit mehreren Tausend Seitenaufrufen. Dass unser Blog gut ankommt, merken wir auch an immer mehr werdenden Kooperationsanfragen von Firmen, die mit uns zusammen arbeiten möchten, für die wir Rezepte entwickeln sollen oder deren Produkte wir auf dem Blog vorstellen sollen. Das freut uns natürlich sehr und macht uns auch ein bisschen stolz.

-Wie viel Zeit investiert Ihr in den Blog? Wie oft gibt es was Neues?

Andrea: Das kann man bei uns nicht so pauschal sagen. Wie gesagt, unser Blog ist ein Hobby. Im Durchschnitt gibt es so einmal pro Monat etwas Neues. Wichtig ist für uns vor allem die Qualität und nicht die Quantität, und natürlich der Spaß.

-Wie kommt Ihr zu Euren Rezepten?

Julia: Wir lassen uns im Internet, in Zeitschriften und auf Reisen inspirieren. Mittlerweile wissen wir schon ganz gut, was zusammen gut schmeckt. Natürlich geht auch mal was schief, aber das kommt dann auch nicht auf den Blog.

Andrea: Unsere härtesten Kritiker sind unsere Kinder. Kinder sind ehrlich, vor allem wenn’s ums Essen geht. Wenn ihnen was nicht schmeckt, dann kommt es zu 90 Prozent nicht auf den Blog – außer wir sind zu 100 Prozent davon überzeugt, dass es Erwachsenen trotzdem schmecken wird.

Julia: Die meisten Rezepte sind so einfach, dass man sie auch perfekt mit Kindern zusammen zubereiten kann, ohne, dass die Küche danach aussieht wie ein Schlachtfeld. Wir finden es wichtig, Kinder schon von klein auf ans Kochen heranzuführen, sie mit gesunden Lebensmitteln vertraut zu machen. Bestes Beispiel ist der dunkelgrüne „Yoda Juice“ auf unserem Blog, ein Saft voller grünem Gemüse und etwas Obst, dank dem mein Sohn jetzt endlich auch grünes Gemüse zu sich nimmt. Und zwar gerne! Ich bringe auch oft etwas ins Büro mit, meine Kollegen sind ganz wild auf unsere „Energieballs“ aus Haferflocken, Erdnussbutter, getrockneten Datteln und rohem Kakao. Die Zutaten hören sich vielleicht erstmal komisch an, aber zusammen gemixt und zu Kugeln geformt schmecken diese kleinen Dinger wie eine Süßigkeit.

-Was ist euer Lieblingsrezept auf der Seite?

Julia: Das werden wir oft gefragt, und die Antwort ist wirklich schwer. Ich liebe Andreas Bananenbrot, und Andrea ist begeistert von meinem „Zoodle“-Rezept., einem „Nudelsalat“ aus Zucchini.

Interview: Conny Kirmaier

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Schriftsteller Christian Wagner aus Dachau hat eine Homepage, die Phantasienschmiede.de. Hier berichten Autoren von ihren Schreibplätzen.

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