Junge Freiwillige gehen für ein Jahr nach Südamerika

Sie helfen denMenschen in Ecuador

Dieser Tage geht’s auf nach Südamerika. Zwei junge Frauen aus dem Landkreis Dachau wollen ein Jahr lang in Ecuador die Bevölkerung unterstützen.

Indersdorf/Petershausen Die 25-jährige Margareta Böller, Steuerfachangestellte aus Markt Indersdorf, freut sich bereits auf den Aufenthalt in Ecuador. „Ich wollte schon immer mal ein Jahr lang weg von Zuhause, neue Kulturen und Sprachen kennenlernen und Erfahrungen sammeln“, meint die junge Freiwillige. Mit ihrem Ziel hat sie kein Problem, „Hauptsache mal weiter weg von Zuhause“, sagt Böller.

Ihre Motivation hinter der Teilnahme am Projekt der Erzdiözese München und Freising ist vor allem die Möglichkeit, ärmere Länder und deren Bevölkerung zu unterstützen. „Mit geht’s in Deutschland so gut, da helfe ich hilfsbedürftigeren Menschen liebend gern“, erklärt die Freiwillige.

Sie engagiert sich bei zwei Projekten in Riobamba, einer kleinen Stadt nicht weit von der Hauptstadt Quito. Dort wird sie auch wohnen. Zwei Tage pro Woche hilft sie in der Pfarrei des Ortes, indem sie Kindern und Jugendlichen, deren Eltern länger arbeiten müssen, das Mittagessen zubereitet, bei den Hausaufgaben hilft und mit ihnen spielt. Ihr zweites Projekt findet an drei Tagen die Woche in der Caritas-Station statt. Margareta Böller unterstützt diese Einrichtung, die auch unter dem Namen Pastorales Social bekannt ist, in Sachen Landwirtschaft, Ökologie und Ernährung. Dabei arbeitet sie mit der indigenen Bevölkerung zusammen.

Am Ende ihres Aufenthalts in Südamerika bleiben der Freiwilligen noch zwei Tage, in denen sie vor allem reisen und das Land erkunden will. „Ich habe Kontakt zu den anderen Projektteilnehmern, die sich in diesem Jahr in meiner Nähe befinden, und wir haben vor, uns gegenseitig zu besuchen“, so Böller.

Auch die 18-jährige Helene Hauzenberger aus Petershausen, die in diesem Jahr ihr Abitur gemacht hat, nimmt am Freiwilligendienst teil. Auch sie wird in wenigen Tage nach Ecuador, genauer nach Cuenca, reisen und dort die Organisation Pastoral Juvenil unterstützen. Dabei organisiert sie Aktionen für Kinder und Jugendliche. Für Helene Hauzenberger ist es genau wie bei ihrer Kollegin wichtig, neue Kulturen und Sprachen kennenzulernen. „Aber der wichtigste Grund für mich war, dass ich ein Jahr selbstständig vorankommen muss“, so die 18-Jährige.

Natürlich erfordert ein ganzes Jahr voller Aufgaben und Verantwortung in einem fremden Land einiges an Vorbereitung, weshalb die Freiwilligen an zwei Pflichtseminaren von jeweils sieben Tagen und mehreren volontären Treffen teilnahmen. Dabei klärte beispielsweise ein Tropenmediziner über gesundheitliche Gefährdungen in Südamerika auf, ein Polizist machte mit den Freiwilligen ein Sicherheitstraining und zuletzt absolvierten die Gruppe ein Training, in dem sie einiges über die Kultur des jeweiligen Landes erfuhren.

Ungefähr 75 Prozent der gesamten Kosten übernimmt das Bundesförderprogramm „Weltwirt“, den Rest sponsert der jeweilige Solidaritätskreis. Bei Margareta Böller handelt es sich dabei um die Erzdiözese München und Freising. Allerdings verlangt die Kirche von Böller einen Obulus. Mit Hilfe von Flyern sollen Spenden zu Erhaltung des Projekts gesammelt werden. „Meine Kollegen haben ihre Vereine und Geschäftspartner angefragt, ich bat meine Familie, Freunde und Bekannte um Unterstützung“, so Böller.

Lisa Kern

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