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Verlierer im neuen Landesentwicklungsplan: die Stadt Dachau.  

Bayerisches Landesentwicklungsprogramm

Keine Aufwertung für Dachau

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Freising ist längst ein Oberzentrum, Erding auch und bald auch Weilheim. Dachau dagegen muss weiter auf eine Aufwertung seines Status’ warten. Im Rathaus ist man daher nicht glücklich mit der Fortschreibung des Landesentwicklungsplans.

Dachau – Die Stadt Dachau sieht sich als Verlierer im neuen Landesentwicklungsplan (LEP) des Freistaats. Grund: Das Heimat- und Finanzministerium, das zuständig ist für die Erstellung dieses regionalplanerischen Instruments, hat die Kreisstadt erneut nicht vom Mittel- zum Oberzentrum hochgestuft. Und auch den Wunsch der Dachauer, wenn schon nicht Oberzentrum, dann wenigstens sogenannter Teil der Metropole München zu werden, lehnten die Ministerialen ab.

Welche Vorteile hätte Dachau als Oberzentrum?

Die Enttäuschung über diese Nicht-Berücksichtigung liegt aber nicht nur im Selbstbewusstsein der Dachauer Stadt-Oberen begründet. Der Titel eines Oberzentrums bringt auch handfeste Vorteile für Kommunen. „Wenn der Freistaat spezielle Einrichtungen zu verteilen hat, beispielsweise eine Hochschule oder Ämter, dann bekommen dafür die zentralen Orte höherer Stufe den Zuschlag“, erklärt Dietmar Sagmeister vom Stadtbauamt Dachau. Freising, Erding oder nun auch Weilheim hätten damit wesentlich bessere Chancen, den Zuschlag für öffentliche Einrichtungen zu erhalten; doch auch bei der Ansiedlung bestimmter Unternehmen haben Oberzentren laut LEP entscheidende Vorteile.

Dachau spielt in einer Liga mit Gemeinden wie Taufkirchen

Auch als Teil der Metropole München hätte die Stadt Dachau profitieren können. Wenn München für bestimmte Einrichtungen öffentlicher Art keine Fläche zur Verfügung hat, hätte Dachau als Partner einspringen können, sagt Sagmeister. Wie eine derartige Zusammenarbeit funktionieren kann, beweisen seit Jahren die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen; mit dem neuen LEP darf nun auch Schwabach in diesem Verbund mitspielen.

Als Mittelzentrum spielt Dachau nun weiterhin in einer Liga mit Gemeinden wie Taufkirchen im Landkreis Erding oder – ganz neu – Lenggries im Kreis Traunstein. Immerhin: Eine kleine Hoffnung, daran etwas zu ändern, gibt es noch. 

Sagmeister: „Wenn 20 000-Einwohner-Orte an uns vorbeiziehen, dann stimmt etwas nicht!“

Bis zum Freitag, 22. Dezember, kann die Dachauer Verwaltung zu der nun vorgestellten Fortschreibung des LEP noch Stellung nehmen.

Die Frist dafür ist zwar etwas knapp, doch in den Augen von Dietmar Sagmeister sicherlich notwendig, denn: „Wenn 20 000-Einwohner-Orte an uns vorbeiziehen, dann stimmt was unserer Meinung nach nicht!“

Von Stefanie Zipfer

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