Killer von Dachau: Eine Spurensuche

Dachau - Rudolf U. hat am Mittwoch in Dachau erst auf den Richter geschossen und dann den Staatsanwalt tödlich verwundet. Was ist das für ein Mensch? Eine Spurensuche an seinem ehemaligen Wohnort:

Was für ein Typ ist ein Mann, der mit seiner Pistole Kaliber 6.35 in der Tasche ins Gericht marschiert, erst auf den Richter schießt – der sich retten kann – und dann den Staatsanwalt tödlich verwundet?

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Die tz machte sich auf Spurensuche an seinem ehemaligen Wohnort Karlsfeld, unmittelbar hinter dem Stadtbezirk München in der Allacher Straße. Hier wohnte der 54-jährige Killer ungefähr bis vor zwei Jahren in einem vierstöckigen Haus. Im Erdgeschoss hatte er seine Firma für Transporte, Umzüge und Entsorgungen – so stand er im Branchenbuch. Und ebenfalls im Erdgeschoss, gleich rechts daneben, hatte er seine Wohnung – beides zur Miete.

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Beamte führen Rudolf U. ab

Nachbarn beschreiben Rudolf U. so: „Er sah aus, wie man sich einen typischen Lkw-Fahrer vorstellt – so ein Rockertyp.“ Eine Frau haben sie nie bei U. gesehen. Ein unauffälliger Typ, der selten seine Wohnung verließ. Und die ehemaligen Vermieter beschreiben U. als „sehr nett“.
Vor zwei Jahren dann der Kollaps im Leben des Täters: Der äußerst wohlbeleibte U. wurde – Nachbarn vermuten einen Schlaganfall – von einem Krankenwagen abgeholt. Danach wurde er nie mehr gesehen: Firma und Wohnung wurden aufgelöst, nach dem Klinik-Aufenthalt kam U. tz-Recherchen zufolge in ein Pflegeheim. Rudolf U. hatte eine vom Vormundschaftsgericht bestellte Betreuerin aus Dachau.

tz

Bilder: Pressekonferenz in Dachau

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