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Fahrchips und Süßigkeiten regnete es aus der Kanone von Schausteller Robbin Schacht.

Kanone auf dem Dachauer Volksfest

Was das Kinderherz begehrt

Schüsse werden in die Luft gefeuert: Für die Kinder regnet es Fahrchips und Süßigkeiten. Schausteller Robbin Schacht hatte die Idee dafür vor über 30 Jahren – es ist eine Dachauer Besonderheit.

Dachau Kinderlachen, große Augen und in die Luft gestreckte Hände, die sehnsüchtig warten: Das schafft Schausteller Robbin Schacht jedes Jahr aufs Neue – mit seinen Kanonen. Er betreibt einen Eimerwerf-Stand auf dem Dachauer Volksfest und hat sich vor über 30 Jahren eine besondere Aktion für Kinder überlegt. Vor dem Glückshafen wird am Kindertag eine Kanone abgefeuert. Wie das zu Kinderlachen führt? 

Vergünstigte Fahrchips gab es auch fürs Schiffschaukeln.

Die Ladungen bestehen aus Fahrchips, Bonbons, und Schlüsselanhängern. Fünf bis zehn Schüsse werden in die Luft gefeuert. Der Boden ist danach ein buntes Sammelsurium aus allem, was das Kinderherz begehrt. Der Andrang ist groß: Die zehnjährige Kati hält einen Schlüsselanhänger in der Hand, den sie ergattert hat. 

Sie ist zum ersten Mal auf dem Kindertag und hat schon viele Fahrgeschäfte ausprobiert. Denn am Kindertag kosten die Fahrchips weniger. Auch Adrian (7) hat schon viele Fahrgeschäfte getestet. Sein Fazit: „Ich mag alles außer die Geisterbahn.“

Nicht nur die Fahrchips aus der Kanone, sondern auch die Süßigkeiten sind irgendwann vergriffen. Der sechsjährige Korbinian ging leer aus: „Wir sind ein bisschen spät da gewesen, ich hab gar nix mehr erwischt.“

Schausteller Robbin Schacht finanziert fast alles selbst, was in der Kanone landet. Neben den Süßigkeiten ist vor allem das Schwarzpulver zum Befeuern der Kanone teuer. Wegen der Kosten betreibt er seine Aktion nur noch auf dem Dachauer Volksfest – und nicht wie früher auf mehreren Festen. Von der Stadt bekam er heuer kleine Chipstüten, die in der Kanone landeten.

Von Lisa Specht

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