Will Landrat werden: der ÖDP-Kreisvorsitzende Hauke Stöwsand aus Erdweg. Foto: dn

Kreis-ÖDP schickt erstmals seit 1989 wieder Landratskandidaten ins Rennen

Hauke Stöwsand will Stefan Löwl ablösen

Kreis-ÖDP schickt erstmals seit 1989 wieder Landratskandidaten ins Rennen: Hauke Stöwsand will Stefan Löwl ablösen.

Landkreis – Der 44-jährige Jurist Dr. Hauke Stöwsand aus Erdweg ist der fünfte Kandidat im Rennen um das Amt des Dachauer Landrats. Nach Amtsinhaber Stefan Löwl (CSU), Hubert Böck (SPD), Dagmar Wagner (FW) und Achim Liebl (Grüne) wirft nun auch der ÖDP-Kreisvositzende seinen Hut in den Wahlkampf-Ring.

Bei der Nominierungsversammlung wurde Stöwsand vom langjährigen Kreisrat und Indersdorfer Gemeinderat Georg Weigl vorgeschlagen, der sich selbst aus der Politik zurückziehen will, und von den Anwesenden einstimmig gewählt.

Die aktuellen politischen Leitlinien im Landkreis, betonte Stöwsand bei der Versammlung, stünden „noch viel zu stark in der Kontinuität des Vorgängers von Landrat Stefan Löwl, zum Teil mit Zeithorizonten bis jenseits des Jahres 2030“. Angesichts der politischen Umwälzungen in den vergangenen beiden Jahren müsse „hier dringend angepackt und neu gedacht werden“! Die Energiewende sei noch allenfalls ein Randthema im Landkreis, der Artenschutz befinde sich „in der Findungsphase“ und die sozialen Strukturen hielten weder beim sozialen Wohnungsbau, noch in den Angeboten für Senioren oder wohnortnahe Versorgung Schritt. Beim Thema Verkehr begnügten sich alle damit, den Verkehr nach München hinein zu lenken.

Die ÖDP Dachau befindet sich nach Stöwsands Worten „nach den Erfolgen mit dem Volksbegehren für den Artenschutz und in der Europawahl weiter im Aufwind“ und stellt nach 1989 erstmals wieder einen eigenen Landratskandidaten auf. Kreisrat Weigl erinnerte Stöwsand daran, als er ihm – quasi als Ansporn für den Wahlkampf – einen Stimmzettel von damals an die Hand gab.  dn

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