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Bereicherung für das kulturelle Leben Dachaus: Kron-Maus-Preisträgerin Karen Breece (2.v.l.) bei der Ehrung mit (v.l.) Markus Kandler, Alexander Erdmann und Renate Rösch von der ÜB.

Kron-Maus-Preis für Regisseurin Karen Breece

Der Ritterschlag

Unermüdlich. Engagiert. Und mit Herzblut. Das sind die Eigenschaften, die jemand haben muss, um den Kron-Maus-Preis zu erlangen. Auf Karen Breece trifft das alles zu. Doch nicht nur deshalb wurde die Regisseurin ausgezeichnet.

Dachau – Einen Ritterschlag nannte Oberbürgermeister Florian Hartmann die Verleihung des Kron-Maus-Kulturpreises der Überparteilichen Bürgergemeinschaft. Denn: „Nicht jeder bekommt diesen Preis einfach mal so verliehen. Wer ihn bekommt, da weiß man, der hat für das Kulturleben in Dachau etwas geleistet.“ Diesen „Ritterschlag“ bekam in einer Feierstunde im Rathaus vergangenen Mittwoch die Dachauer Regisseurin Karen Breece.

„Unermüdlich. Engagiert. Ehrenamtlich. Mit Herzblut. Das sind die Kriterien, die Vorstand und Stadtratsfraktion der ÜB alljährlich bei der Vergabe des Kron-Maus-Kulturpreises heranziehen“, erklärte Markus Kandler von der ÜB. Die Wahl für die 27. Verleihung des Preises fiel auf Karen Breece: Aufgewachsen teilweise in den USA, teilweisen in Deutschland, verfolgte die Preisträgerin ungeachtet einer zunächst absolvierten „klassischen“ Berufsausbildung konsequent ihr Ziel, dem Theater und der Regiearbeit näher zu kommen. Von 1997 bis 2001 absolvierte sie ein Studium der Darstellenden Kunst in der Athanaor Akademie in Burghausen. 2004 zog es sie mit ihrer Familie nach Dachau.

„Wenige Jahre später bereicherten die Inszenierungen von ,Romeo und Julia’ im Jahr 2009 und ,Der zerbrochene Krug’ im Jahr 2010 hier am Rathausplatz den Dachauer Musiksommer“, erklärte Markus Kandler von der ÜB. Das Besondere: Für diese Projekte brachte die Regisseurin verschiedene Theatergruppen sowie professionelle und Laienschauspieler zusammen. In den Folgejahren wendete sich Breece mit den Stücken „Die Blutnacht auf dem Schreckenstein“ im Jahr 2012 sowie „Dachau // Prozesse“ im Jahr 2014 der Dachauer Zeitgeschichte zu.

„Auch dieses Engagement war ein Grund für uns, Sie mit dem Preis zu ehren“, sagte Kandler weiter. Bei diesen Projekten arbeiteten ebenfalls wieder verschiedene Gruppen und Schauspieler, sogar Schüler und Flüchtlinge mit. „Zugleich nutzte sie die einzigartigen Kulissen in Dachau – das MD-Gelände sowie das Gelände der heutigen Bereitschaftspolizei – und erzielte durch dieses Zusammenspiel überregional Aufmerksamkeit“, so Kandler weiter.

Karen Breece sei sehr überrascht gewesen, als sie von Franz Vieregg übers Telefon beim Döner-Essen in München erfahren habe, dass sie den Kron-Maus-Preis verliehen bekomme. Sie fragte sich gleich, wie es sich mit dem „Ehrenamt“ verhält. „Auch wenn ich mit mehr Engagement und Einsatz an die Projekte ging, als Honorar da war, so bin ich immer noch professionelle Regisseurin.“ Ihr seien gleich mehrere Dachauer und Vereine eingefallen, die den Preis mindestens genauso verdient hätten. Doch sie habe schnell verstanden, um was es der ÜB geht. Nämlich um die Zusammenarbeit von über 100 Mitwirkenden. „Deshalb gilt dieser Preis nicht nur mir, sondern allen, die geholfen und mitgewirkt haben“, betonte sie.

Es folgte eine lange Abfolge von Namen und Danksagungen, die alle zusammen zeigten, dass Karen Breece ihr Ziel „Verbindungen zu Dachau und den Menschen zu schaffen“ ein Stück weit erreicht hatte.

Miriam Kohr

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