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Kron-Maus-Preis für ein tolles Jugendtheater des ASV

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Von: Miriam Kohr

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Wo bleibt der Kron-Maus-Preis? Das Jugendtheater gab im Rathaus eine kleine Kostprobe seines Könnens.
Wo bleibt der Kron-Maus-Preis? Das Jugendtheater gab im Rathaus eine kleine Kostprobe seines Könnens. © mik

Die Jugendabteilung der Volksspielbühne des ASV Dachau hat den 31. Kron-Maus-Preis der Überparteilichen Bürgergemeinschaft Dachau (ÜB) erhalten. Es ist nicht der erste Preis für das erfolgreiche Ensembles.

Dachau – „Für uns ist das Jugendtheater des ASV Dachau ein Leuchtturm der kulturellen Jugendarbeit in unserer Stadt“, sagte der ÜB-Vorsitzende Jürgen Schleich, bevor er im Dachauer Rathaus dem Theater den Kron-Maus-Preis verlieh. Es war die 31. Verleihung des Kulturpreises der Gruppierung, die seit 1990 Vereine ehrt, die sich engagiert und mit Herzblut für das kulturelle Leben in und um Dachau einsetzen. Gleichzeitig erinnert der Preis an das früh verstorbene ÜB-Mitglied und Stadträtin Margarete Kron. Sie hätte am Tag der Verleihung, am 11. Mai, ihren 100. Geburtstag begangen.

„Bei Kinder- und Jugendtheater denken viele an klassische Märchen, aber bei unserem Preisträger ist es nur ein Teil des Repertoires, das die jungen Mimen auf der Bühne präsentieren“, sagte Schleich. Gegründet wurde die damalige „Jugendbühne des Theaters am Stadtwald“ im Mai 1974, also vor 48 Jahren. Im November 1974 führten sie ihr erstes Stück „Der kleine Muck“ im Zuge der Eröffnung des Thoma-Hauses auf. Aufgrund des Erfolges entschlossen sich die Verantwortlichen, jedes Frühjahr ein klassisches Märchen und zusätzlich im Dezember einen weihnachtlichen Einakter zu präsentieren, darunter „Die kleine Hexe“ oder „Die letzte Wahl“.

Durch den regen Zulauf an Schauspielern teilte sich die Jugendbühne im Jahr 2010 in zwei Gruppen. Damit wurde allen Mitgliedern die Chance eröffnet, ihr Können altersgerecht dem Publikum zu präsentieren. Während die „Theaterkäfer“ weiterhin die klassischen Märchen in der Weihnachtszeit zum Besten geben, stehen bei dem „Jungen Ensemble“ auch zeitkritische, zum Teil anspruchsvolle Stücke auf dem Programm. Darunter Klassiker wie „Die Physiker“ oder „Das Tagebuch der Anne Frank“.

Theaterabteilung bindet alle Mitglieder ein

„Eine Besonderheit sehen wir in dem familiären Umfeld in der ganzen Theaterabteilung des ASV Dachau. Alle fühlen sich gut aufgehoben und können so der Gesellschaft zeigen, dass Jung und Alt sehr wohl dauerhaft erfolgreich zusammenarbeiten können“, lobte Schleich. Jüngere Schauspieler würden außerdem von den Älteren an das Theaterfach und die verschiedenen Variationen herangeführt. Seit 2014 übernehmen Mitglieder des „Jungen Ensembles“ beispielsweise die Regie oder veranstalten mit den „Theaterkäfern“ Vereinsausflüge.

Leuchtturm der kulturellen Jugendarbeit: Die beiden ÜB-Vorsitzenden Renate Rösch und Jürgen Schleich übergeben den Kron-Maus-Preis an Korbinian Konwitschny und Alexander Langer (v. l.) von der Volksspielbühne.
Leuchtturm der kulturellen Jugendarbeit: Die beiden ÜB-Vorsitzenden Renate Rösch und Jürgen Schleich übergeben den Kron-Maus-Preis an Korbinian Konwitschny und Alexander Langer (v. l.) von der Volksspielbühne. © mik

Der Kron-Maus-Preis ist nicht die erste Auszeichnung für das Jugendtheater. Für die sehr gute schauspielerische Leistung bei dem Stück „Anne“ ist das „Junge Ensemble“ 2018 mit dem „Larifari“ belohnt worden, dem bayerischen Amateurtheaterpreis, erinnerte Schleich.

Im Anschluss an die Übergabe des Preises, den Alexander Langer und Korbinian Konwitschny stellvertretend für alle Mitglieder der Jugendabteilung der Volksspielbühne des ASV Dachau entgegennahmen, präsentierten neun Schauspieler den Gästen Auszüge aus der Produktion „Sound of Music“ aus dem Jahr 2021. Konwitschny dankte der ÜB für den Preis und sagte: „Wir sind sehr stolz, eine so tolle Jugendabteilung zu haben! Und wir möchten auch allen Helfern hinter der Bühne danken, die oft vergessen werden!“

Wer sich selbst von den Talenten überzeugen möchte: Aktuell spielen verschiedene Akteure der Theaterabteilung des ASV – von sechs bis 60 Jahre – das Krimidinner „Hier sind doch alle irre“.

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