Vier mannshohe Lettern an der Schinderkreppe: Kult war kult damals in den 90er Jahren. Heuer soll das Festival endlich zurückkehren.
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Vier mannshohe Lettern an der Schinderkreppe: Kult war kult damals in den 90er Jahren. Heuer soll das Festival endlich zurückkehren.

Von 15. bis 19. September geht es rund auf der Thomawiese

Kult kehrt zurück: Revival des beliebten Dachauer Kulturfestivals aus den 90er Jahren soll heuer stattfinden

Kult lebt – denn wir machen weiter! Unter diesem Motto findet von Mittwoch, 15., bis Sonntag, 19. September, auf der Thomawiese das Zelt- und Kulturfestival „kult 21“ statt.

Dachau ‒ Kult lebt – denn wir machen weiter! Unter diesem Motto findet von Mittwoch, 15., bis Sonntag, 19. September, auf der Thomawiese das Zelt- und Kulturfestival „Kult 21“ statt.

Geplant war das Revival des legendären Festivals am Stadtweiher schon für 2020. Doch die Corona-Pandemie hatte seinerzeit die fast zweijährigen Vorbereitungen des ehrenamtlichen Teams zunichtegemacht.

Die erfahrenen und jungen Kult-Macher hatten für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft einiges geplant: Vier Zelte und ein großes Freigelände sollten an der Schinderkreppe die Bühnen für Musik, Kabarett, Filme, Lesungen, Workshops und einer eigenen Veranstaltungsreihe für Schulen, Kinder und Jugendliche bieten. Doch kurz vor Beginn des Vorverkaufs musste „Kult 20“ im April 2020 abgesagt werden. Auch die Ersatzveranstaltung, ein Schnupperfestival im Ludwig-Thoma-Haus im Herbst 2020, musste aufgrund der Corona-Beschränkungen abgesagt werden.

Nun plant das Kult-Team ein Festival im kleineren, aber ebenso hochwertigen Format – mit einem großen Zirkuszelt, einer Außenbühne und diversen Foodtrucks. Veranstaltungsort ist die Thomawiese. „Die Planungen sind mit einer gewissen Unsicherheit verbunden, da sich aktuell die behördlichen Auflagen ständig ändern“, sagt der im Organisationsteam für die Pressearbeit zuständige Frank Donath. Dennoch seien die Organisatoren zuversichtlich, ein hochkarätiges Programm präsentieren zu können, das – abhängig von der dann aktuellen Situation – jederzeit vorsichtig erweitert werden kann.

Fest steht bereits, dass es einen Kartenvorverkauf nur für die Veranstaltungen im Zirkuszelt geben wird. Alle Veranstaltungen auf der Außenbühne können kostenfrei besucht werden. „Die Gründe hierfür sind einmal, jeder und jedem die Möglichkeit zum Besuch der Kult-Veranstaltungen zu geben, zum anderen lassen sich so die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen und die mögliche Beschränkung der Besucherzahlen einfacher umsetzen“, sagt Donath.

Allerdings heißt das für die kult-Verantwortlichen auch, dass weniger Einnahmen fließen, zumal – außer an den geplanten Foodtrucks nur Getränke angeboten werden. Dank der Zuschüsse von Stadt und Landkreis Dachau sowie der Volksbank Raiffeisenbank und der Sparkasse Dachau ist die Grundfinanzierung von „Kult 21“ zwar gesichert, doch die Organisatoren sind auf Spender und Sponsoren angewiesen, damit das Festival im geplanten Rahmen stattfinden kann.

Wie bereits vor 20 Jahren, kann jede und jeder mit der Aktion „Freund*innen fürs Kult“ dazu beitragen, dass Künstler, Techniker, Zeltverleiher und alle, die nicht ehrenamtlich hinter den Kulissen arbeiten, angemessen bezahlt werden können. Das ist für diese Mitwirkenden besonders wichtig, weil sie bereits 2020 aufgrund der Festivalabsage auf ihre Honorare verzichten mussten. Wer einen kleineren oder größeren Betrag spenden will, kann das ab sofort ganz einfach online tun: Unter www.kult-festival.de gibt es direkt auf der Startseite einen Spendenbutton, der in wenigen Schritten zur guten Tat führt. Eine entsprechende Anerkennung dieser Unterstützung gibt es für alle Spender dann direkt auf dem Festival im Herbst.

Auch wird noch nach weiteren Groß-Sponsoren gesucht. Diese können beispielsweise den Auftritt einer Band, einen ganzen Abend oder einen der geplanten Workshops respektive einer geplanten Ausstellung finanzieren. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Einzelheiten erfahren Interessierte mit einer E-Mail an sponsoring@kult-festival.de.

Donath: „Das Kult-Team hofft auf viele Unterstützer, denn Kunst und Kultur dürfen nicht länger brachliegen, sie müssen jetzt endlich wiederbelebt werden!“ dn

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