1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Dachau

KZ-Gedenkstätte Dachau: Öffnungszeiten, Eintritt, Führungen - Wichtige Infos für Besucher

Erstellt:

Von: Verena Möckl

Kommentare

KZ-Gedenkstätte Dachau
Das Eingangstor mit der Inschrift „Arbeit macht frei“ ist an der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau zu sehen. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa

In Dachau befindet sich eine der sechs KZ-Gedenkstätten in Deutschland. Ein Überblick über alle relevanten Besucherinfos und die wichtigsten historischen Fakten.

Dachau - Auschwitz, Buchenwald, Bergen-Belsen: Die Namen der großen Konzentrationslager stehen für den Terror des Naziregimes während des Zweiten Weltkrieges. Auch in Dachau hatte die SS eines ihrer Arbeits- und Konzentrationslager errichtet. Heute ist der Ort eine Gedenkstätte, die der Erinnerung, der Begegnung und des Gedenkens dient. Alle wichtigen Besucherinformationen rund um Führungen, Öffnungszeiten und Preise im Überblick.

KZ-Gedenkstätte Dachau: Die wichtigsten Infos - Führungen, Preise, Öffnungszeiten

Anfahrt: Die KZ-Gedenkstätte befindet sich im Stadtteil Dachau-Ost und ist gut ausgeschildert. Mit dem Auto erreicht man die KZ-Gedenkstätte über die A8 Stuttgart-München sowie die A9 Nürnberg-München. Von München aus gelangt man über die A9 Richtung Nürnberg zu Gedenkstätte. Es gibt einen gebührenpflichtigen Besucherparkplatz. Dieser liegt an der Alten Römerstraße 73 und kostet für Pkws und Motorräder drei Euro, für Busse und Wohnmobile fünf Euro.

Auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die KZ-Gedenkstätte gut zu erreichen - mit der S2 Richtung Dachau/Petershausen oder dem Regionalzug Richtung Ingolstadt/Treuchtlingen. Vom Dachauer Bahnhof fährt der Bus mit der Nummer 726 Richtung Saubachsiedlung bis zum Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte in der Pater-Roth-Straße 2a.

Öffnungszeiten: Die KZ-Gedenkstätte ist jeden Tag von 9 bis 17 Uhr für den Besucherbetrieb geöffnet. Die Verwaltung ist von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr besetzt. Besucher, die das Archiv und die Bibliothek betreten wollen, können dies nach vorheriger Anmeldung dienstags bis freitags zwischen 9 und 17 Uhr.

Eintritt: Der Besuch der KZ-Gedenkstätte ist kostenfrei. Bildungsangebote für Einzelpersonen, Schulklassen oder Gruppen vor Ort sind zum Teil kostenpflichtig und erst für Besucher ab 13 Jahren geeignet.

Führungen: Neben täglich stattfindenden zweieinhalb stündigen Rundgängen, gibt es auch Themenrundgänge. Diese werden einmal im Monat angeboten und haben einen besonderen Schwerpunkt. Darüber hinaus können Interessierte auch per Live-Stream auf der Facebook-Seite der KZ Gedenkstätte Dachau an einem digitalen Rundgang teilnehmen.

Geführte Rundgänge für Einzelbesucher

An einem geführten Rundgang können maximal 30 Personen teilnehmen.

Führung in deutscher Sprache: täglich um 12 Uhr

Führung in englischer Sprache: täglich um 11 Uhr und um 13 Uhr

Dauer der Führung: 2,5 Stunden

Preis: 4 Euro

KZ Dachau: Mehr als 200.000 Gefangene - über 41.000 Tote

Die Nationalsozialisten eröffneten das Konzentrationslager Dachau am 22. März 1933 auf dem Gelände der stillgelegten Königlich Bayerischen Pulver- und Munitionsfabrik. Zwölf Jahre später konnten Soldaten der US-Armee das Lager am 29. April 1945 aus der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten befreien.

Insgesamt wurden mehr als 200.000 Häftlinge aus über 40 Nationen im KZ Dachau und den Außenlagern gefangen gehalten. Mindestens 41.500 Inhaftierte kamen ums Leben - durch Mord, Folter, den Folgen der Inhaftierung, Hunger oder Seuchen.

Baracke X im KZ Dachau: Gaskammer, Verbrennungsöfen und Totenkammern

Das Krematorium auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau.
Das Krematorium auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau. © picture alliance / dpa

Das KZ Dachau verfügte auch über eine Gaskammer, die als „Brausebad“ getarnt war. Sie befand sich in der sogenannten „Baracke X“. Dort gab es auch vier Verbrennungsöfen, Totenkammern, Desinfektionskammern. Wieso die funktionsfähige Gaskammer nicht genutzt wurde, ist bisher ungeklärt. Als Hinrichtungsstätte nutzte die SS den abgeschiedenen Krematoriumsbereich. Vor allem Mitglieder von Widerstandsgruppen wurden dort gehängt oder erschossen. Heute ist das Areal um das Krematorium der zentrale Gedenkort der KZ-Gedenkstätte Dachau.

In der Vergangenheit kam es in der Gedenkstätte immer wieder zu Vorfällen mit Rechtsradikalen. Im Oktober haben zwei Touristen aus Finnland einen Hitlergruß gezeigt und sich dabei fotografiert. Ein bekannter rechtsradikaler „Volkslehrer“ wollte vor zwei Jahren ein Video an der Gedenkstätte drehen. Doch einige Schüler und eine Mitarbeiterin der Gedenkstätte stellten sich dem Mann mutig entgegen.

Noch mehr Nachrichten aus der Region Dachau lesen Sie hier. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s auch in unserem regelmäßigen Dachau-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare