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Freibadespaß mit Großbaustellen-Flair werden die Dachauer auch noch im nächsten Jahr erleben. Größere Investitio nen ins Familienbad sind auf der To-do-Liste der Stadtwerke daher erst einmal nicht vorgesehen. 

Familienbad Dachau, Freibad Ainhofen und Naturbad Vierkirchen

Bilanz der Freibäder: Trotz Ulla kein Rekordsommer

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Der Sommer begann spät, gab dann im Juni und Juli kurz Vollgas und war zum Volksfest schon wieder vorbei: In Summe fällt die Saisonbilanz der Stadtwerke eher durchwachsen aus.

Dachau – Ulla im Juni und Yvonne im Juli hießen die Übeltäterinnen, die in diesem Sommer den Dachauern so richtig einheizten. Dank Hoch Ulla etwa suchten allein zwischen 22. und 27. Juni über 12 000 Besucher Abkühlung im Familienbad. Und selbst vergangene Woche, als der meteorologische Sommer bereits vorbei war, gab die Sonne nochmal Vollgas: Entsprechend verlängerten die Stadtwerke als Betreiber des Familienbads die Saison.

Allein: Die heißen Tage im Juni und Juli sowie zuletzt, nach Ende der Ferien, sorgten nicht für Rekordzahlen im Familienbad. Im Gegenteil: Mit 110 000 Besuchern war der Sommer 2019 eher ein Durchschnittsjahr, wie die zuständige Abteilungsleiterin bei den Stadtwerken, Barbara Kern, bestätigt.

Dass der vergangene, sehr heiße Sommer 2018 mit 122 000 Besuchern aber nur wenig besser abschnitt, liegt laut Kern daran, dass es vor einem Jahr einfach „zu lange zu heiß war. Die Leute hatten einfach irgendwann genug von Sonne und Freibad“.

Ähnliches könnte auch am vergangenen Wochenende dazu geführt haben, dass trotz des traumhaften Spätsommerwetters vergleichsweise wenig Dachauer den Weg ins Familienbad fanden: Nur 600 Gäste nutzten laut Kern das Angebot der Stadtwerke, noch einmal zum Baden zu gehen. Der feuchte, kalte Boden am Morgen und das aufgrund der schon kalten Nächte kühle Wasser in den Schwimmbecken hätten ein übriges getan, den Dachauern die Lust auf ein September-Sonnenbad zu vergällen. Trotzdem, betont Kern, wolle man „nicht ausschließen, dass wir das mit der verlängerten Saison wieder machen“. Denn auch wenn es sich aus unternehmerischer Sicht nicht gerechnet haben mag: „Das Feedback der Besucher war super!“

Eine perfekte Badesaison, weiß Kern, zeichne sich – ganz allgemein – durch warmes, aber dennoch wechselhaftes Wetter aus. Nach Regen-Phasen würden sich die Menschen wieder über Badewetter freuen. Speziell eine Dachauer Eigenheit aber sei der Zeitpunkt des Saisonendes: „Immer im August mit dem Volksfest“, so Kern, „hört’s dann bei uns auf“.

Genau wie das Wetter habe aber auch der Rest des Sommers keine Auffälligkeiten ergeben. Die Hallenbad-Baustelle nebenan hätte die Badegäste nicht gestört, resümiert Kern. Und auch Vorfälle wie im Juli in Düsseldorf, wo es zu regelrechten Ausschreitungen junger Männer gekommen war, hätte es in Dachau nicht gegeben. „Klar gibt es auch bei uns den ein oder anderen jugendlichen Rüpel.“ Aber, so Kern, „es ist nie eskaliert. Unsere Mitarbeiter können mit denen schon umgehen“.

Durchschnitt auch in Ainhofen und Vierkirchen

Das Naturbad Vierkirchen erlebte mit 24 700 Besuchern an 104 Badetagen einen laut Gemeindeverwaltung „durchschnittlichen“ Sommer. Zum Vergleich: Im Vorjahr badeten in Vierkirchen 28 000 Besucher an 108 Badetagen. „Außergewöhnlich“ sei heuer einzig der Juni gewesen, mit vereinzelt 1000 Badegästen. Mit 20 000 Besuchern lag das Freibad Ainhofen ebenfalls „im guten Schnitt“. Im Vorjahr wurden 24 000 Badegäste gezählt, wie Freibad-Vereinsvorsitzender Hans Reif erklärt. Als „gute Einnahmequelle“ habe sich dabei auch heuer die „Caribic Night“ mit mehreren Tausend Besuchern erwiesen.

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