Nur mit Masken: Lehrer Christian Weindl und seine Schülerin Sophie Gencer von der Mittelschule Hebertshausen sind froh, wieder an der Schule zu sein.
+
Nur mit Masken: Lehrer Christian Weindl und seine Schülerin Sophie Gencer von der Mittelschule Hebertshausen sind froh, wieder an der Schule zu sein.

Nach sechs langen Wochen

Der erste Schultag nach der Corona-Pause: Schüler, Lehrer und Schulleiter ziehen Bilanz

  • vonLeyla Yildiz
    schließen

Für alle Abschlussschüler hat die Schule wieder begonnen. Das Fazit der Schüler, Lehrer und Schulleiter über den ersten Schultag fällt durchweg positiv aus.

  • Seit heute (27.4.) werden Abschlussklassen wieder in den Schulen unterrichtet. 
  • Schüler, Lehrer und Schulleiter ziehen über den ersten Schultag nach der Corona-Pause Bilanz.
  • Das Fazit fällt durchweg positiv aus. 

Landkreis – Vier Schüler stehen vor dem Eingang – alle im Abstand von mindestens eineinhalb Metern. Erwartungsvoll schauen sie auf den Lehrer, der vor der Türe Mundschutzmasken verteilt. Daneben steht Anja Kreter, die Schulleiterin der Mittelschule Hebertshausen – sie hat den Überblick über die ganze Situation. Gestern war es nach sechs langen Wochen wieder soweit: Die ersten Schüler der Abschlussklasse an der Mittelschule durften zum Unterricht erscheinen.   

Der erste Schultag lief laut Anja Kreter sehr gut ab. „Alle Schüler haben die entsprechenden Schutzmaßnahmen sehr ernst genommen“, sagt sie. Abstände waren kein Problem. „Wir profitieren am meisten von der Größe der Schule“, sagt die Schulleiterin. So sei es möglich gewesen, dass alle 22 Schüler mit dem entsprechenden Abstand miteinander Pause machen konnten.

+++
Dachau-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Dachau-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Dachau – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.
+++

Erster Schultag nach der Corona-Pause: Kleine Klassenzahl macht das lernen angenehmer

Im Unterricht sind die Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt. Schülerin Sophie Gencer findet das sehr angenehm. „Das Lernen zuhause war schon kompliziert, und jetzt hat man einfach wieder einen geregelten Ablauf“, sagt sie.

Christian Weindl ist ihr Klassenlehrer und hat sich sehr auf die Schule gefreut. „Der Heimunterricht hat mit der Klasse sehr gut geklappt. Trotzdem bin ich froh, dass es wieder mit klassischem Unterricht weitergeht“, sagt Weindl.

Strukturen sind wieder da

Dem kann Katalin Lutzenberger, Konrektorin der Realschule Odelzhausen, nur zustimmen. „Die Strukturen haben einfach gefehlt, und es ist schön, wieder unterrichten zu können“, sagt sie. Im Unterricht selber müssen die Realschüler keine Masken tragen, obwohl das die Schulleitung in der Vorbereitungsphase noch überlegt hatte.

„Nur Positives“ kann Johannes Sommerer, der Schulleiter der Berufsschule Dachau, berichten. „Ich habe ein gutes Gefühl, weil wir alles detailliert vorbereitet haben“, sagt er.

„Im großen und ganzen ein normaler Schulalltag“ 

Einer seiner Schüler ist der Schreinerlehrling Anton Christoph. Er findet, dass sich der gestrige Schultag nicht besonders von einem normalen unterschieden hat. „Klar ist es anderes als sonst, aber im großen und ganzen ist es ein normaler Schulalltag“, sagt er.

Er und seine Mitschüler dürfen während der gesamten Schulzeit nicht das Zimmer verlassen – außer es geht auf die Toilette. „Die meisten, die darunter leiden, sind die Raucher“, sagt Christoph.

Schüler halten sich an die Abstandsregeln

Tanja Huber, Schulleiterin der Realschule Dachau, hat sich auf den ersten Schultag besonders gefreut. Sie denkt, „dass es sehr gut gelaufen ist.“ In den ersten Unterrichtsstunden hätten die Lehrer erst einmal besprochen, wie die nächsten Wochen ablaufen können. An die entsprechenden Regelungen haben sich die Schüler gehalten. „Wir hatten kein Problem mit dem Abstandsgebot“, sagt sie.

Peter Mareis, Rektor des Josef-Effner-Gymnasiums, hat bei allen Lehrern wie auch Schülern die Freude und Erleichterung bemerkt, dass es wieder losgeht. „Weil wir das, was wir machen, einfach gerne machen“, sagt er.

Schultag hat sich wie der erste Schultag nach den Sommerferien angefühlt

Für Lehrer Thomas Riedl, der an der FOS Karlsfeld unterrichtet, hat sich der Schultag wie der erste Schultag nach den Sommerferien angefühlt. „Alles ist neu, und man weiß nicht, was einen erwartet“, sagt er. „Das hat sich aber dann normalisiert.“

Er unterrichtet unter anderem die Schülerin Theresa Kaufmann. Sie geht in die 13. Klasse und findet es gut, sich nun in der Schule auf das Abitur vorbereiten zu können. Obwohl sie die Zeit zuhause intensiv für die Abiturvorbereitung genutzt hat, „ist es schön wieder im Unterricht zu sein“.

Zeitpunkt der Schulöffnungen war in Ordnung

Schulleiterin Carola Zankl findet deshalb den Zeitpunkt der Schulöffnungen in Ordnung. „Der Unterricht ist einfach greifbarer, wenn der Lehrer vorne steht“, sagt sie. „Und die Schule gibt einigen Schülern wieder Struktur.“

ly

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Trotz Corona: Stadt will Weihnachtsstimmung retten
Trotz Corona: Stadt will Weihnachtsstimmung retten
Pflegedirektorin verlässt Klinikum - nach nur einem Jahr
Pflegedirektorin verlässt Klinikum - nach nur einem Jahr
Klagen abgewiesen - Brachfläche in Petershauser Ortsmitte kann nun bebaut werden
Klagen abgewiesen - Brachfläche in Petershauser Ortsmitte kann nun bebaut werden
Mann setzt Hecke in Brand - er wollte Unkraut mit dem Bunsenbrenner vernichten
Mann setzt Hecke in Brand - er wollte Unkraut mit dem Bunsenbrenner vernichten

Kommentare