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Ein Teil der SPD-Kandidaten , die sich um den Einzug in den Kreistag bewerben. 

Die Landkreis-SPD präsentiert ihre Kreistagsliste

Mehr Frauen in die Politik

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Hubert Böck aus Indersdorf will SPD-Landrat werden. Am Samstag wurde er von 98 Prozent seiner Genossen im Gasthaus Doll in Ried offiziell zum Landratskandidaten gewählt.

Ried – Unter 41 gültigen Stimmen der Delegierten aus den Ortsvereinen gab es nur eine Nein-Stimme für Böck. Außerdem legten die Genossen ihre 70 Kandidaten für den Kreistag fest.

In seiner Wahlkampfrede sprach Böck unter anderem den Kindernotdienst des Dachauer Krankenhauses an, der vor kurzem ausgesetzt wurde: „Wir müssen uns überlegen, ob die Daseinsfürsorge unseres Krankenhauses noch vorhanden ist oder ob man da aktiv werden muss!“

Böck arbeitet als Rettungsdienstleiter im Landkreis Freising. Er kritisierte außerdem die Wohnungsnot: „Wir brauchen Wohnungen für unsere Mitbürger, die auch bezahlbar sind.“ Zudem sehe er Handlungsbedarf beim öffentlichen Nahverkehr: „Auch wenn nur 100 Leute in einem Ort wohnen, muss dort ein Bus fahren.“ Denn die Zukunft liege nicht im Autoverkehr: „Wir brauchen deshalb keine Umgehungsstraßen, sondern mehr öffentlichen Nahverkehr.“ Applaus von den rund 60 SPDlern im Saal.

Nächster Tagesordnungspunkt war: die Kreistagsliste – mit einer Besonderheit. „Auf der Liste sind 50 Prozent Frauen und 50 Prozent Männer“, sagte Böck, trotzdem gebe es Handlungsbedarf: „Ich finde es schade, dass wir im Landkreis keine Kandidatin für das Bürgermeisteramt haben.“ Auf den ersten Plätzen stehen Hubert Böck, die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki, Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann, Juristin und SPD-Neuling im Landkreis, Arlette Amend aus Kleinberghofen, Vierkirchens Bürgermeister Harald Dirlenbach, Kreisrätin Sylvia Neumeier, der Karlsfelder Bürgermeisterkandidat Bernhard Goodwin sowie die Kreisrätinnen Anita Engelbrecht aus Indersdorf und Elfriede Peil aus Karlsfeld.

Die 70 Kandidaten wurden überwiegend einstimmig gewählt, lediglich bei Sabine Langner und Katja Caspari gab es je eine Enthaltung. Außerdem stellten sich einige Jusos vor, die es auf die Kandidatenliste schafften, unter anderem Jonas Götz (18) aus Röhrmoos. Er ist auf Listenplatz 13 und kritisierte: „Es gibt eine S-Bahn im Landkreis, die nur jede Stunde fährt“, daran müsse man arbeiten, und: „Es kann doch nicht sein, dass die Verkehrspolitik hier im 18. Jahrhundert stehen geblieben ist.“ Lauter Applaus. Auch Luis Biglmeier (21), Kinderpfleger aus Bergkirchen, sagte: „Bei uns in Bergkirchen gibt’s nichts, das ist doch doof, wenn man nur mit dem Auto mobil ist.“ Er würde daher als Kreisrat für mehr öffentlichen Nahverkehr kämpfen.

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