Weiße Flecken auf der Mobilfunkkarte

Die große Suche nach den Mobilfunklücken

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Der Landkreis Dachau macht sich auf die Suche nach den weißen Flecken auf der Mobilfunkkarte.

Landkreis – Ein Gutachterbüro soll sie aufspüren, für maximal 50 000 Euro, wie der Kreisausschuss gestern einstimmig beschloss. Die kompletten Kosten übernimmt allerdings der Bund über ein Förderprogramm zur Breitbandversorgung. Sind die Lücken ermittelt, werden die Daten darüber an das bayerische Mobilfunkbüro bei der Regierung der Oberpfalz übersendet, das wiederum Mobilfunkbetreiber sucht, die die Lücken schließen sollen.

Im Dachauer Land liegt beim Mobilfunk einiges im Argen. Johann Liebl, Sachgebietsleiter Wirtschaftsförderung, verweist auf ein Gespräch mit Kreisbrandrat Franz Bründler. Dachaus oberster Brandschützer habe ihm gesagt, dass, wenn er übers Land fahre, er genau sagen könne, wo die Lücken seien. Landrat Stefan Löwl formulierte es so: „G5 ist in aller Munde, aber ich wäre schon froh, wenn ich in manchen Ecken des Landkreises G1 hätte.“ Kurzum: Im Dachauer Land gibt es punktuell große Probleme mit dem Handy-Empfang.

Dazu kommt noch der unerfreuliche Konkurrenzkampf unter den Mobilfunkbetreibern. Bergkirchens Bürgermeister Simon Landmann nannte ein Beispiel: Im Ortsteil Bachern hat die Telekom einen Masten aufgestellt. Alle Bacherner Telekomkunden können flugs telefonieren oder Nachrichten senden. Alle Mitarbeiter eines Bacherner Unternehmens hingegen starren nur untätig auf die Balken ihrer Handys. Der Grund: Ihr Anbieter Vodafone darf sich erst in zwei Jahren an den Telekom-Mast „hängen“.

Eine Aussage Löwls dürfte all die Dachauer mit miesem Empfang weiter desillusionieren: „Wir ermitteln nur die Lücken. Der Ausbau ist nicht unsere Aufgabe“, so der Landrat.

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