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Ekkehard Dehn war 24 Jahre lang BRK-Kreisvorsitzender.

Er setzte Meilensteine für das Rote Kreuz

BRK Dachau trauert um langjährigen Kreisvorsitzenden Ekkehard Dehn

Für das BRK Dachau setzte Ekkehard Dehn in den 1980er Jahren Meilensteine. Am 30. September ist der ehemalige Kreisvorsitzende im Alter von 79 Jahren verstorben.

Im Dachauer BRK-Kreisverband herrscht große Betroffenheit. „Wir haben ihn als kreativen Kopf geschätzt, der in seiner Amtszeit das BRK Dachau wesentlich vorangebracht hat. Er war ein Menschenfreund und ein Visionär. Seine Innovationen wurden zum Vorbild für das gesamte Rote Kreuz in Bayern“, betonte der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath.

Als Kreisvorsitzender löste der Dachauer Rechtsanwalt Ekkehard Dehn 1981 den seit 1966 amtierenden Arzt Dr. Josef Baumüller ab und trieb die Expansion des BRK Dachau dynamisch voran – bis er im Jahr 2005 das Amt des BRK-Kreisvorsitzenden in die Hände von Albert Drittenpreis legte. Wie das BRK in einer Presseerklärung mitteilte, revolutionierte Dehn während seiner 24-jährigen Amtszeit die Strukturen und Versorgungsabläufe mit neuen Einrichtungen, die heute in allen anderen Kreisverbänden Standard sind.

Die Liste seiner Verdienste ist lang. So installierte er 1983 das Hausnotrufsystem (SOS-Fon), um alleinstehenden Senioren in ihrem Zuhause umgehend Erste Hilfe leisten zu können. In der Hauptreisezeit startete er einen Modellversuch mit Rotkreuz-Motorradstreifen auf den Autobahnen. Die BRK-Motorradstreife ist heute feste Einrichtung. 1984 konnte mit der Aktion „Sorgenbrecher“ zur Unterstützung sozial schwacher Schulkinder in Dachau und im Landkreis eine soziale Lücke geschlossen werden.

Ekkehard Dehn führte in Dachau die „Helfer vor Ort“ ein, die seither – bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes – das therapiefreie Intervall verkürzen und Menschenleben retten. Ebenso war das Rendezvous-System von Rettungswagen und Notarzt die Idee von Ekkehard Dehn. Da sie getrennt anfahren konnten, waren sie schneller beim Patienten. Durch einen Einsatzleitwagen des Informations- und Kommunikationsdienstes – auch dies nach einer Idee von Ekkehard Dehn – wurde die Hilfe bei Großschadenslagen effektiviert.

Dehns Herz aber hing an der Auslandshilfe, er war sozusagen der „Vater der Auslandshilfe“ des BRK Dachau. Im Frühjahr 1990, kurz nach dem Tod von Diktator Nicolae Ceausescu, war Dehn mit Helmut Thaler und einem ersten Hilfskonvoi nach Rumänien gereist. Im selben Zeitraum bahnte er mit dem Dachauer Arzt Dr. Hans Turba und Hans Ramsteiner die Kooperation mit dem Roten Kreuz in der Ukraine an. Auf der Jubiläumsfeier, die im Oktober 2016 anlässlich der 25-jährigen Partnerschaft mit dem Roten Kreuz in Iwano Frankiwsk in der Gaststätte Waldfrieden stattfand, war Ekkehard Dehn als ihr Urheber eingeladen. An diesem Abend erinnerte er sich an die überwältigende Unterstützung der Dachauer Bevölkerung. „In anderthalb Jahren haben wir 100 000 Mark Spenden gesammelt“, sagte er gerührt. Am Festabend ließ ihm der Leiter des Roten Kreuzes Iwano Frankiwsk, Valeriij Startchenko, eine Ehrung zukommen, die Ekkehard Dehn zutiefst bewegte.

Einer weiteren wichtigen Ehrung in diesem Jahr musste er aus gesundheitlichen Gründen fernbleiben. Im September verlieh Bernhard Seidenath in Vertretung der DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt neun hochverdienten aktiven BRK-Mitgliedern die „DRK-Ehrennadel für 50- bzw. 60-jährige treue Unterstützung der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes“. Ekkehard Dehn gehörte auch zu den Geehrten. dn

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